Die Wiederholungen und das Fehlen anschaulicher Beispiele haben Jürgen Schmidt eine schwere Verdauung beschert. "Keine leichte Kost", meint er in seiner kurzen Kritik. Trotzdem sei es ein Verdienst des Autors, die umfangreiche Literatur zur DDR-Bürgerbewegung zu einer "Synthese destilliert" zu haben. Der Rezensent hebt hervor, dass der Autor keine Heldengeschichten erzählt, also auch die Schwächen der Bürgerbewegung darstellt und nüchtern bilanziert.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.01.2001
Frank Pergande, stellt zunächst die Frage, ob es überhaupt noch lohnt, sich mit der Geschichte der Bürgerbewegung in der DDR zu befassen, um sie hinsichtlich dieser Studie mit einem eindeutigen Ja zu beantworten. Man folgt den Ausführungen des Autors mit "wachsender Spannung", lobt der Rezensent, der in dem Buch eine "gerechte Würdigung" der Oppositionsbewegung erkennt. Denn auch wenn das Neue Forum, das sich aus den Protagonisten der Bürgerbewegung zusammensetzte, letztlich nicht die erste freie Volkskammerwahl gewonnen hat, kommt ihnen das Verdienst zu, den Umbruch in der DDR erreicht zu haben - und das zeigt die Studie des Autors auf "beeindruckende" Weise, so der Rezensent begeistert.
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