Aus dem Amerikanischen von Dirk van Gusteren. Mit einem Nachwort von Paul Ingendaay. Ein kleiner Ort an der tunesischen Küste. Ein amerikanischer Schriftsteller, der an einem Buch mit dem Titel Das Zittern des Fälschers arbeitet und ungeduldig auf Nachrichten von seiner Geliebten wartet. Ein schemenhafter Besucher im Dunkeln, dem der panische Schriftsteller seine Schreibmaschine entgegenschleudert. In gleißender Hitze, in einer fremden Welt, wo Leichen so schnell verschwinden wie tote Katzen, treffen die amerikanische und die arabische Seele aufeinander.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 04.03.2002
In der Reihe der Neuübersetzungen für die neue Highsmith- Werkausgabe ist als einer der ersten nun jener Roman erschienen, den die Autorin selbst für ihren besten hielt. Im Zentrum steht der Schriftsteller Howard Ingham, der in Tunesien sitzt und auf einen Freund wartet. Als er erfährt, dass dieser gestorben ist, kehrt er jedoch nicht nach New York zurück, sondern bleibt, unerklärlicherweise, in Tunesien. Dies ist, meint der Rezensent Alex Rühle, das Bezeichnende bei Highsmith: die Beschreibungen von "Tagesabläufen, Gesprächen, Überlegungen" sind überaus genau, und doch bleibt eine nicht aufzuklärende "wolkige Stelle" im Text und im Verhalten der Figur, von der aus die vertrauten "moralischen Kategorien" ins Schwanken geraten. Zur Neuübersetzung verliert unser Rezensent leider kein Wort.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Karl Ove Knausgard: Arendal Aus dem Norwegischen von Paul Berf. Wo ist dein Platz im Leben? Wohin gehörst du? Wo liegen deine wahren Gefühle?Wir schreiben das Jahr 1976. Syvert Løyning ist nach einer…