Patricia Bosworth

Schwarz und Weiß

Das Leben der Diane Arbus
Cover: Schwarz und Weiß
DuMont Verlag, Köln 2006
ISBN 9783832179939
Gebunden, 450 Seiten, 24,90 EUR

Klappentext

Mit 26 Abbildungen. Aus dem Amerikanischen von Peter Münder. "Ich glaube wirklich, dass es Dinge gibt, die niemand sähe, wenn ich sie nicht fotografieren würde." Diane Arbus gehörte zu den größten amerikanischen Fotokünstlern des 20. Jahrhunderts, bis zu ihrem Selbstmord 1971 schuf sie eine neue Ästhetik in der Fotografie. Ihre Porträts von Außenseitern und Freaks setzten Maßstäbe selbst für die Avantgarde. Norman Mailer urteilte 1963 beim Anblick seines Porträts: "Einer Arbus eine Kamera zu geben, ist, als ließe man ein Kind mit einer scharfen Handgranate spielen." Diane Arbus wurde wie Frida Kahlo und Sylvia Plath zur Ikone einer Künstlerin.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 14.08.2007

Insgesamt zufrieden ist Rezensent Felix Denk mit Patricia Bosworths Biografie der für ihre Bilder von Freaks und Exzentrikern berühmten Fotografin Diane Arbus. Die Ansatz der Autorin, sich mit den Mitteln der Gesellschaftsreportage an die Künstlerin anzunähern, scheint ihm durchaus ertragreich. Nicht weiter schlimm findet er es da, dass es an theoretische Reflexionen über die Fotografie eher mangelt. Zumal er der Autorin eine sehr genaue und aufschlussreiche Schilderung des sozialen Umfelds und der Arbeitsweise von Arbus bescheinigt. Allerdings bleibt sie als Person bei Bosworth zu seinem Bedauern recht schemenhaft. Über Arbus' schwere Depressionen etwa erfahre man kaum etwas. Generell hätte sich Denk mehr "psychologische Details" gewünscht.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 07.12.2006

Rezensentin Isabelle Graw findet Patricia Bosworths Biografie der legendären Fotografin Diane Arbus durchaus "lesenswert". Dennoch hat das Buch bei ihr einen zwiespältigen Eindruck hinterlassen. Vor allem hält sie der Autorin den "biografistischen Kurzschluss" vor, Arbus' Leben überaus einheitlich und linear zu konstruieren, wo Widersprüche, Brüche und Zufälle eine enorme Rolle spielten. Auch scheint ihr die Biografie zu stark vom Wissen um den späteren Suizid der Fotografin her erzählt. Zudem bemängelt Graw Ungereimtheiten sowie die teilweise ungenaue Übersetzung. Andererseits bescheinigt sie dem Buch eine "soghafte Wirkung". Diese betrachtet sie allerdings wiederum als Folge der kritisierten biografischen Konstruktion.
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