Pankaj Mishra

Unterwegs zum Buddha

Sein Leben, seine Lehre, seine Wirkung
Cover: Unterwegs zum Buddha
Karl Blessing Verlag, München 2005
ISBN 9783896671349
Gebunden, 445 Seiten, 22,90 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Giovanni und Ditte Bandini. Der indische Schristeller Pankaj Mishra hat sich über ein Jahrzehnt mit der faszinierenden Gestalt des Buddha befasst, die Legenden kritisch geprüft und die politische und philosophische Wirkung seiner Lehre bis in die Gegenwart verfolgt. Er zeigt, warum diese Religion ohne Schuld und Sühne seit langem viele Menschen im Westen fasziniert.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.12.2005

Durchwachsen findet Rezensentin Sabine Löhr dieses Buch über Buddha, das der indische Journalist Pankaj Mishra vorgelegt hat. Eine richtige Biografie des Weisen ist das Buch ihres Erachtens nicht, eher eine "Mischung aus Autobiografie, literarischer Reportage und Lehrbuch über den frühen Buddhismus". Der historischen Person des Buddha spüre der Autor auf dem Weg westlicher Autoren nach. Nüchtern erzähle er dabei die Fakten, wobei kleine Ungenauigkeiten nicht ausblieben. Gelungen findet Löhr die autobiografischen Passagen des Buches. Als bemerkenswert erachtet sie hier, dass ein in seiner Identität verunsicherter junger Inder auf der Suche nach einer geistigen Heimat erst in den Westen reist, um in der Geborgenheit europäischer Denker seinen Weg zurück nach Indien zu finden. Insgesamt kann sich Löhr nicht ganz des Eindrucks erwehren, der Nichtbuddhist Mishra sei am Ende froh, sein Thema abgearbeitet zu haben.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 27.10.2005

Claudia Wenner weiß so recht nichts anzufangen mit Pankaj Mishras "Unterwegs zum Buddha". Ein "seltsames Buch", sei das, urteilt die Rezensentin. Ihrer Ansicht nach blieb das Werk des in England und Indien lebenden Essayisten auf halber Strecke liegen; es ist nicht, wie der Titel verspricht, eine Buddha-Biografie geworden - die Rezensentin empfiehlt da eher Werke von Volker Zotz oder Peter Gäng -, aber auch der Erlebnisbericht einer Reise ins Innere ist es nicht. Wenner überkam während der Lektüre immer wieder das Verlangen nach Differenzierung, doch "um die ist es Mishra nicht unbedingt zu tun". Die neu gewonnene Selbsterkenntnis, derer er sich preist, machte auf Wenner einen ebenso "überambitionierten" Eindruck wie die Auseinandersetzung mit abendländischen Autoren: Nietzsche, Franz Rosenzweig und Marcel Proust. Und wenn Mishra sich der "buddhistischen Erkenntnismethode" zuwendet, winkt Wenner endgültig ab: "hölzern und angelesen".
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