Oswald Metzger

Die verlogene Gesellschaft

Cover: Die verlogene Gesellschaft
Rowohlt Berlin Verlag, Berlin 2009
ISBN 9783871346248
Gebunden, 256 Seiten, 16,90 EUR

Klappentext

Immer, wenn Wahlen bevorstehen, folgt der gleiche Reflex: Die Parteien versprechen das Blaue vom Himmel, und die Menschen wollen es glauben. Dies hat in Deutschland System, und es führt nicht nur dazu, dass keine echten Reformen mehr möglich sind: Die Demokratie droht sich selbst zu zerstören. Politiker sind allzu oft von Eigennutz getrieben und streben vor allem nach Machterhalt. Zurecht fordern die Bürger von ihnen mehr Verantwortung. Doch fürs eigene Handeln scheint dies nicht zu gelten. Sie wollen länger im Wohlstand leben, aber weniger arbeiten; sie wollen Mindestlöhne, und gehen gierig auf Schnäppchenjagd. Die verlogene Gesellschaft hat jedes Augenmaß verloren. In diesem Buch hält Oswald Metzger der Politik, aber auch dem mündigen Bürger den Spiegel vor. Aufgrund langjähriger Erfahrungen im Politikbetrieb und anhand vieler Beispiele zeigt Metzger, dass es fast unmöglich geworden ist, in Deutschland notwendige Veränderungen durchzusetzen: weil in den Parteien der Opportunismus regiert und die Bürger unbequeme Wahrheiten gar nicht erst hören wollen. Eine furiose Kritik an der herrschenden demokratischen Kultur - und ein leidenschaftliches Plädoyer für mehr Verantwortungsgefühl und Augenmaß in der Politik.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.08.2009

Nicht so richtig erwärmen kann sich Rezensent Rüdiger Soldt für das neue Buch des einstigen Grünen Oswald Metzger. Das Anliegen des Autors, eine aktuelle Gesellschaftsanalyse vorzulegen und den Medien und den Berufspolitikern den Spiegel vorzuhalten, geht in seinen Augen nicht auf, schon weil Metzger selber Berufspolitiker war. Auch der "reformistische Ton der Schröderschen Agenda-Politik", den der Autor immer noch anschlägt, überzeugt Soldt nicht, zumal auf die Weltwirtschaftskrise nicht tiefer eingegangen werde.

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