Osten

In sechsundzwanzig Geschichten um die Welt
Cover: Osten
Blumenbar Verlag, München 2003
ISBN 9783936738025
Gebunden, 448 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

26 deutschsprachige Schriftsteller und Reporter machen sich auf den Weg, einmal um die Welt Richtung Osten: von Berlin über Wien, Warschau, Prag, Belgrad, Sankt Petersburg in den Nahen, Mittleren und Fernen Osten bis nach Tokio und New York.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 06.10.2003

Mehr als dieses Buch kann "ein gutes Reisebuch" nicht leisten, lobt Antje Weber und berichtet aufrichtig begeistert von ihrer Lektüre, von "vielen starken Eindrücken" etwa, die im Kopf haften bleiben würden, von "lebendigen Schilderungen" und den "teilweise recht originellen Reisetipps" im Anhang dieses "großen Osten-Buchs" des kleinen Blumenbar-Verlags - das, wie wir erfahren, erst dessen zweite Veröffentlichung ist, was sich in einer "besonderen Sorgfalt gegenüber dem Gegenstand" bemerkbar mache. 26 Schriftsteller der "vorwiegend jüngeren Generation" haben eine Geschichte über den Osten geschrieben, darunter so bekannte Autoren wie Wolf Wondratschek und Maxim Biller. Außerdem erfahren wir, dass das Buch den Leser unter anderem auf Reisen nach Warschau schickt, nach Belgrad, Est- und Russland, nach Armenien, Afghanistan, in den Himalaya und nach Seoul - spätestens dann bekommt der Leser "schwere Symptome von Fernweh", seufzt Weber. Und das, obwohl die Autoren ihre Reiseziele "wahrlich nicht verklären", wie Weber am Beispiel von Georg M. Oswalds Beitrag erläutert: Oswald erählt, wie wir erfahren, dass es gedauert hat, bis er die "überwältigende Normalität" des Lebens in Sibirien begriffen. Die eigene Verwunderung darüber hat "weniger mit dem Vorgefundenen zu tun ... als mit dem Ausmaß der eigenen Fehlinformation", zitiert die Rezensentin Oswald.
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