Opritsa D. Popa

Bibliophiles and Bibliothieves

The Search for the Hildebrandslied and the Willehalm Codex
Cover: Bibliophiles and Bibliothieves
Walter de Gruyter Verlag, Berlin 2003
ISBN 9783110177305
Gebunden, 265 Seiten, 58,00 EUR

Klappentext

In Bibliophiles and Bibliothieves, Opritsa Popa has documented what might justifiably be described as the most celebrated case of looting of two German cultural treasures by a member of the U.S. Army at the end of World War II and their subsequent odyssey across both an ocean and a continent: the pilfering from a cellar in Bad Wildungen of the ninth-century Liber Sapientiae, containing the two leaves of the oldest extant German heroic poem, the Old High German Hildebrandslied, along with the fourteenth-century illuminated Willehalm codex, both of which had been removed from the State Library in Kassel for protection from bombing raids.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.01.2004

Konrad Wiedemann ist angesichts dieses Buches von Opritsa D. Popa über den Diebstahl zweier mittelalterlichen Handschriften 1945 und ihrer langwierigen Wiederbeschaffung voll des Lobes. Weder reißerisch noch nach bewährt trockener Manier wissenschaftlicher Arbeiten, bietet diese Studie auch für nicht der Germanistik verbundene Leser eine interessante und spannende Lektüre, schwärmt der Rezensent. Gleichzeitig würdigt er das Buch als "Lehrstück über Lüge und Wahrheit", indem die Autorin einen genauen Einblick in die "tatsächlichen Vorgänge" des Diebstahls und den Verkauf der Handschriften im Licht der amerikanischen Gesetzgebung ermöglicht, wie Wiedemann begeistert schreibt. Es gefällt dem Rezensenten auch, dass sich die Darstellung Popas nicht auf die Beschreibung der Ereignisse beschränkt, sondern zudem viel über die Plünderungen nach dem Krieg insgesamt und in "sensiblen kleinen Studien" über die Protagonisten des amerikanischen Kunsthandels sowie den Zirkel "manischer Bibliophile" in den USA zu erfahren ist. Dass Popa bei ihrer an "Perfektion grenzenden Quellensuche" auch noch "lebendig und bunt" zu schreiben vermag, reißt den Rezensenten schier zu Begeisterungsstürmen hin.