Aus dem Spanischen von Sybille Martin. Es ist ein heißer, trockener Tag in dem verlassenen Ort Villa del Carmen weitab von Buenos Aires. Die junge Maria steht hinter dem Tresen des einzigen Restaurants, als ein Fremder auftaucht. Ferroni, so stellt sich heraus, ist aus der Hauptstadt gekommen, weil er auf der Suche nach Marias Freundin Matilde ist, die als vermisst gemeldet wurde. Mal schmeichelnd, mal einschüchternd versucht er, Maria auszuhorchen. Die traut Ferroni nicht über den Weg und hält sich bedeckt. Marias unheilvolle Ahnung, dass die Freundin in Schwierigkeiten sein könnte, verdichtet sich, und die Atmosphäre zwischen ihr und Ferroni wird immer bedrohlicher.
Rezensionsnotiz zu
Die Tageszeitung, 18.03.2010
Andreas Fanizadeh findet es zwar bedauerlich, aber letztlich hält er den während der argentinischen Militärdiktatur in den tiefsten Anden angesiedelten Roman für misslungen. Die auch als Literaturprofessorin tätige Autorin Norma Huidobro habe durchaus interessanten Stoff ("Diktaturverbrechen, Feminismus") zu bieten, eindeutige Mängel liegen für den Rezensenten jedoch in der Umsetzung: Ein vorhersehbarer und zu konstruierter Plot und eine teilweise blumige Sprache reichen nur für das "Niemandsland der Literatur, nicht wirklich schlecht, aber auch nicht wirklich gut."
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