Eine Kindheits- und Liebesgeschichte vor dem Hintergrund der aufkommenden Militärdiktatur in Argentinien. Alma verbringt mit ihren Eltern jedes Wochenende auf einer Insel im Flussdelta in der Nähe von Buenos Aires. Die Nachbarskinder Carmen und Marito werden zu ihren Spielgefährten und Freunden. Auf der Insel ist die Welt in Ordnung, soziale Unterschiede scheinen keine Rolle zu spielen. Als Almas Eltern merken, dass ihre Tochter mehr als Freundschaft für Marito empfindet, verbieten sie ihr den Umgang. Doch da ist Alma schon längst mit Marito zusammen …
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.04.2013
Mit viel Lob bespricht Rezensentin Maria Frise Inés Garlands neuen Roman "Wie ein unsichtbares Band", der von einer Jugend unter der argentinischen Militärdiktatur erzählt. Im ersten Teil des Romans liest die bewegte Kritikerin von der Freundschaft zwischen Alma, einer Tochter aus wohlhabendem Haus und den Geschwistern Carmen und Marito, die bei ihrer Mutter Dona Angelika in armseligen Verhältnissen auf der Nachbarinsel im Delta des Rio Parana leben. Während Almas Eltern versuchen, ihre Tochter von Not und Ungerechtigkeit fernzuhalten, sind Dona Angelikas Kinder bald an subversiven Aktionen beteiligt und werden schließlich verprügelt und verschleppt, informiert die Rezensentin, die im zweiten Teil des Romans eine detailliert beschriebene Chronik des Grauens des Bürgerkriegs in Argentinien liest. Frises Urteil: ein "besonderes" Buch.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 06.03.2013
Christine Steffen findet in dem Roman "Wie ein unsichtbares Band" der Argentinierin Inés Garland bestenfalls eine "streckenweise schön erzählte Liebesgeschichte", doch auch die sei oft oberflächlich und zu erwachsen erzählt. Die historische Kulisse des Militärputsches 1976 gehe völlig unter, da die Autorin die Perspektive der kaum involvierten Alma aus der Mittelschicht der ihres politisch aktiven Freundes Marito aus der Unterschicht vorzieht. Völlig ratlos fühlt sich die Rezensentin nach der Lektüre des Buches, was die kurze Notiz des Verlages zum historischen Kontext auch nicht auffangen kann.
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