Es gibt anscheinend viele gute Gründe, die für die Homöopathie sprechen: Sie gilt als natürlich sanft, ungefährlich, hochwirksam und frei von Nebenwirkungen. Wie genau Homöopathika helfen, weiß zwar keiner, aber unzählige Erfahrungsberichte legen nahe: Globuli wirken wahre Wunder - ob bei Erkältung, Krebs oder Schlaganfall. Grundvoraussetzung dafür scheint jedoch zu sein: Man muss nur fest genug daran glauben. Denn trotz jahrzehntelanger Bemühungen konnte bislang keine einzige wissenschaftlich stichhaltige Studie über Wirksamkeit und Zweckmäßigkeit von Homöopathie vorgelegt werden. Umso verblüffender ist, dass sie längst in den Leistungskatalog der Krankenversicherung aufgenommen wurde und eine rechtliche Privilegierung durch den Gesetzgeber erfährt. Wie es dazu kam, wie es um ihren tatsächlichen Nutzen bei gravierenden Erkrankungen aussieht, bei welchen Behandlungsverfahren der Patient hinters Licht geführt wird und auf welche Versäumnisse der Schulmedizin der Erfolg der "Alternativmedizin" verweist - darüber klärt dieses Buch auf.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.11.2015
Martina Lenzen-Schulte liest das vom Gesundheitswissenschaftler Norbert Schmacke herausgegebene Buch als Appell, im Ringen um Rationalität in der Medizin nicht nachzulassen. Wie die Homöopathie sich die eigene Aufwertung erschleicht, indem sie Standards aufweicht und sich den Anschein von Wissenschaftlichkeit gibt, vermag ihr der Herausgeber beispielhaft zu erläutern. Schmackes Versuche, homöopathischen "Krebsheilern" auf den Zahn zu fühlen, haben die Rezensentin beeindruckt. Die Kritik Schmackes und der anderen im Band vertretenen Autoren, scheint ihr höchst bedenkenswert.
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