Martin Lambeck

Irrt die Physik?

Über alternative Medizin und Esoterik
Cover: Irrt die Physik?
C.H. Beck Verlag, München 2003
ISBN 9783406494697
Paperback, 176 Seiten, 9,90 EUR

Klappentext

Viele Überzeugungen der alternativen Medizin und Esoterik stellen eine extreme Herausforderung der heutigen Wissenschaft dar. Wenn ihre zentralen Aussagen, insbesondere die der Homöopathie und der anthroposophischen Medizin, zutreffen, muss die heutige Physik in wichtigen Aspekten falsch oder doch zumindest grob unvollständig sein. Dies gilt um so mehr für streng esoterische Verfahren, wie z.B. die der Geistfernheilung oder des Pendelns. Martin Lambeck erläutert die wichtigsten Aspekte und Phänomene, aus denen sich das besondere Spannungsverhältnis von moderner Physik einerseits und alternativer Medizin und Esoterik andererseits speist, und beschreibt Möglichkeiten, wie der Streit vernünftig ausgetragen und entschieden werden könnte. Ein spannend-provokatives Buch über eine ebenso lange wie heftige Kontroverse, in der es keineswegs nur um wissenschaftliche Wahrheit, sondern auch um die Gültigkeit von Weltbildern geht.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 15.01.2004

Ziemlich geärgert hat sich Robert Jütte über dieses Buch, das die Möglichkeiten der wissenschaftlichen Überprüfung von alternativer Medizin und Esoterik untersucht. Der Autor, seines Zeichens Physiker, wendet sich in seiner "Streitschrift" wichtigen Phänomenen zu, die sich naturwissenschaftlichen Untersuchungsmethoden entgegenstellen, so der Rezensent, der positiv herausstreicht, dass Martin Lambeck diese nicht nur vorstellt, sondern auch konkrete Vorschläge zur "Grundlagenforschung umstrittener Heilverfahren" wie zum Beispiel der Homöopathie macht. Dabei fällt Jütte allerdings unangenehm auf, dass Lambeck aus seiner Ablehnung "unkonventioneller medizinischer Richtungen" - ausgenommen die Naturheilkunde - keinen Hehl macht. Dem Autor scheint entgangen zu sein, dass es mittlerweile "längst" einen "Dialog" zwischen der Physik und "paranormalen Phänomenen" gibt, beschwert sich der Rezensent, der darauf hinweist, dass es durchaus mittlerweile Naturwissenschaftler gibt, die es wagen, über Karl Poppers Naturtheorien "hinauszudenken".

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