Die Chance meiner Generation war schon immer gleichzeitig auch ihr Fluch: Alles ist möglich! Uns alle plagt diese tiefsitzende, diese von Grund auf fertigmachende Angst davor, uns falsch zu entscheiden. Was, wenn wir im Job, in der Liebe, im gesamten Lebensstil ein falsches Jetzt leben, das das richtige Später verhindert? Nina Pauer beschreibt ihre Generation zwischen Zweifel und Glück, Ironie und Angst, zwischen Stress und Geborgenheit.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.09.2011
Schon wieder ein Generationenbuch, seufzt Lena Bopp. Hier geht es in den Alterskohortenselbstbeschreibungen der 1982 geborenen Nina Pauer um die "Generation Angst". Menschen also in Deutschland, die mit Bedrohungen von Tschernobyl bis BSE aufgewachsen sind, ohne dann eine wirkliche Katastrophe am eigenen Leib zu erleben. Daraus folge, so Pauer, eine Verunsicherung, die Zuversicht und mutigen Zugriff auf die Welt bremse, wenn nicht unmöglich mache. Die Rezensentin nimmt diese Diagnose versuchsweise beim Nennwert, vermisst aber umso mehr auch bei der Autorin, was diese als Manko ihrer Generation beschreibt: nämlich eine "Haltung", die Widerstand nötig und eine "Wut", die ihn möglich macht.
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