Eric T. Hansen untersucht augenzwinkernd die Rolle des Krittelns in der Kunst, des Klagens in der Religion, des Meckerns in der Politik und des Maulens im täglichen Leben. Geschichtliche Exkurse beweisen, dass Nölen der Motor hinter den großen Bewegungen der Menschheit war; neurologische Studien erhellen die Grundlagen des Meckerns im Gehirn, und die Analyse der erfolgreichsten Nörgeltechniken zeigt, wie man sich auf allen Gebieten steigern kann.
Eric T. Hansen schließt mit seiner systematischen Erkundung der Nörgelei eine Lücke, stellt Deniz Yücel anerkennend fest. Und wenn er sich erstmal an die etwas aufdringliche Munterkeit des aus Hawaii stammenden, aber seit dreißig Jahren in Deutschland lebenden Autors gewöhnt hat, genießt er auch in vollen Zügen Hansens Beobachtungen zum deutschen Nörgeln. Hier finden sich Analysen zur Jammerei zwischen Ossis und Wessis, Männern und Frauen, Türken und Deutschen und vieles mehr, freut sich der Rezensent. Den Höhepunkt von Hansens Untersuchung sieht der entzückte Yücel in seinen Betrachtungen zu den "größten deutschen Nörglern" Luther und Goethe und die Überlegung, warum Faust geradezu zum Inbegriff des Meckerers wird, findet der Rezensent überaus plausibel: Es "geht ihm zu gut"!
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Karl Ove Knausgard: Arendal Aus dem Norwegischen von Paul Berf. Wo ist dein Platz im Leben? Wohin gehörst du? Wo liegen deine wahren Gefühle?Wir schreiben das Jahr 1976. Syvert Løyning ist nach einer…