Was sollen diese ewigen Gedankenschlaufen? Was haben schlaflose Nächte auf Instagram zu bedeuten? Und wie kann Jean-Paul Sartre bei Panikattacken helfen? Persönlich und präzise schreibt Nina Kunz - Schweizer Kolumnistin des Jahres 2020 - über das Unbehagen der Gegenwart und geht der Frage nach, warum sich ihr Leben, trotz aller Privilegien, oft so beklemmend anfühlt. Ein Buch über Leistungsdruck, Workism, Weltschmerz, Tattoos, glühende Smartphones, schmelzende Polkappen und das Patriarchat.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.06.2021
Melanie Mühl scheint genervt von Nina Kunz und ihren Essays über die Überforderungen einer weißen, privilegierten Frau. Das Internet, ach, Pickel im Gesicht und die vielen Entscheidungen, die einen bedrängen (Tätowieren oder besser nicht?) - für Mühl bei aller Pointiertheit und Schnoddrigkeit, mit der die Autorin zu Werke geht, eher Luxusprobleme, auch wenn Kunz vielen Lesern aus der Seele sprechen mag. Eitle Nabelschau, findet die Rezensentin.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 11.05.2021
Knapp, aber begeistert bespricht Aurelie von Blazekovic die hier versammelten Texte der Schweizer Kolumnistin Nina Kunz. Zunächst einmal hält die Kritikerin fest: Bei Kunz handelt es sich um eine Kolumnistin, die über den Tellerrand der eigenen Befindlichkeiten hinausschaut. Darüber hinaus staunt die Rezensentin, wie die Autorin Gedanken über Sartre und Kylie Jenner, Camus und Tik-Tok-Teenies mixt, mit ganz eigenem Sound Zeitgeist und Generationsgefühle einfängt und persönliche Erfahrungen wie Trennung oder Vatersuche so intensiv beschreibt, dass die Kritikerin jeden Satz körperlich nachempfinden kann.
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