Niccolo Ammaniti

Lasst die Spiele beginnen

Roman
Cover: Lasst die Spiele beginnen
Piper Verlag, München 2013
ISBN 9783492055161
Gebunden, 326 Seiten, 19,99 EUR

Klappentext

Aus dem Italienischen von Petra Kaiser. Rom, die Ewige Stadt. Hier will der neureiche Immobilienhai Sasà Chiatti mit seinem großen Fest an eine schöne alte Tradition anknüpfen: die römische Orgie. Dieser entfesselte und exklusive Endzeitroman macht Hackfleisch aus dem Berlusconi-Italien. Der Gastgeber ist Immobilienmagnat, und seine Fête verspricht das Event des Jahres zu werden: Schönheitschirurgen, abgehalfterte Mittelstürmer, TV-Sternchen, Schauspieler, Models, Journalisten Was Rom an V.I.P. zu bieten hat, zeigt sich an diesem Abend in der legendären Villa Ada. So auch der Starautor Fabrizio Ciba (der allerdings seit drei Jahren im zweiten Kapitel seines neuen Romans feststeckt). Einer der Höhepunkte des Festes soll eine Jagdsafari zu Elefant auf Tiger, Löwen und Füchse werden.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 30.04.2014

Schönen Fantasien begegnet Maike Albath in Niccolò Ammanitis im Original bereits 2009 erschienenem Roman. Für Albath hat der Autor damit seine zwischenzeitliche Reife ein bisschen hinter sich gelassen und ist zurückgekehrt zu seinen Anfängen, zur Persiflage und zu einer überzeichneten Darstellung der italienischen Spektakelkultur, Satanismus und römische Spiele inklusive. Wenn der Autor dabei seine durch seine Berühmtheit gewonnenen Erkenntnisse über die Mediengesellschaft einbringt, findet die Rezensentin das glaubwürdig. Nur manchmal gellt ihr das Überdrehte in diesem Buch allzu sehr in den Ohren. Auch weil dem Autor, wie sie findet, die sprachliche Klasse eines Stefano Benni fehlt.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 19.02.2014

Auch wenn dem Autor zwischendurch ein paar gute Milieuzeichnungen aus dem heutigen Italien gelingen - Franz Haas ist vollkommen enttäuscht von diesem Roman. Zu viele Schickeria-Klischees, zu viele klobige Metaphern, dagegen eine zu dürre Sprache, wie Haas sichtlich verärgert feststellt. Dass Niccolo Ammaniti einst als Jungstarautor gefeiert wurde, kann der Rezensent angesichts dieses Textes nicht glauben. Sämtliche satirischen Elemente, erklärt er, stürzen im Verlauf des Romans über eine Satanistensekte im Trashkulturland ins bodenlos Grelle und Schrille, spritzendes Kunstblut und ein Krösus mit Berlusconi-Zügen inklusive.
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