Aus dem Englischen von Zoran Drvenkar. Mit zahlreichen bunten Bildern. Lucy weiß, wer die Geräusche im Innern der Wände verursacht: Wölfe! Doch niemand glaubt ihr. Bis die Wölfe eines Nachts herauskommen und sie und ihre Familie vertreiben. Aber Lucy ist nicht bereit, ihnen das Feld zu überlassen .
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 18.10.2005
Dass Neil Gaiman ein "Meister des Angstmachens" ist, hat er bereits in seinen früheren Büchern gezeigt, und er stellt es auch in diesem Kinderbuch wieder eindrucksvoll unter Beweis, schreibt anerkennend Fritz Göttler. Worum geht's diesmal? Im Haus der kleinen Lucie und ihrer Familie hausen Wölfe in den Wänden, brechen eines Tages hervor und verjagen die Menschen, fasst der Rezensent zusammen. In dieser Geschichte ist "alles möglich" und nichts muss erklärt werden und irgendwie ist es auch so etwas wie ein "politisches Lehrstück vom Auf-der-Kippe-Zustand unserer Zivilisation", glaubt Göttler. Mindestens ebenso beeindruckend wie die Geschichte findet er die "unglaublich intensiven" Illustrationen, die beispielsweise die unheimlichen Geräusche, die die Wölfe in den Wänden machen, sichtbar werden lassen.
Jens Thiele lobt dieses Bilderbuch, in dem gruselige Wölfe aus den Wänden in das vertraute Zuhause der kleinen Lucy einbrechen und sie und ihre Familie aus dem Haus vertreiben, als "mutig und überraschend". Indem der Autor Neil Gaiman auf jegliche "pädagogische Aussage" verzichtet und sich die Geschichte "bewusst verrätselt" gibt, entsteht so etwas wie eine "Gruselgeschichte im Bilderbuchgewand", die aber immer wieder durch "Witz" aufgebrochen wird, versichert der Rezensent. Das entschädigt ihn auch für "manch unnötige Schleife" in der Erzählung, die die Handlung mitunter etwas "schlingern lässt", wie er zugibt. Auch die Illustrationen von Dave McKean begeistern Thiele, wobei er insbesondere den "Kontrast" zwischen den "farbigen flächigen Bildern", die Lucy und ihre Familie in ihrem Zuhause zeigen, und den Wölfen, die mit der Feder gezeichnet sind, sehr gelungen findet.
Juli Zeh: Pony Show Eine prominente Verlegerin unter Mordverdacht. Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess. Und die Frage: Wie verhandelbar ist die Wahrheit? Sie ist über fünfzig, verheiratet… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Botho Strauß: Bleiben und Blicken In Botho Strauß' neuem Buch geht es um die Zeit und ihr Vergehen, um den Zauber der Kunst, um das Originale und das Eigentliche. Vor allem sind es Begegnungen und Nichtbegegnungen,… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren…