Aus dem Japanischen übersetzt von Franz Hintereder-Emde . Ein junger Mann flieht aus seinem wohlhabenden Elternhaus. Verzweifelt und lebensmüde sucht er eine Möglichkeit, aus der Welt zu verschwinden - und findet sie, indem er sich zur Arbeit in einem Bergwerk verpflichtet. Das harte Leben unter Tage erweist sich als Wendepunkt in seinem Leben. Noch vor James Joyce, Marcel Proust und William Faulkner beschreibt Natsume Soseki minutiös die Wahrnehmungen und Gedanken seines jugendlichen Antihelden. Was ist Identität? Worin besteht der eigene Charakter? Wer oder was trifft meine Entscheidungen?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.10.2016
Irmela Hijiya-Kirschnereit weist auf den experimentellen Charakter des erstmals 1908 erschienenen Romans von Natsume Soseki hin. Slapstickhafte Dialoge und in sich kreisende Reflexionen, meint sie, wechseln sich ab, wenn der Autor vom Auszug eines jungen Mannes von zu Hause und von dessen Erlebnissen als Grubenarbeiter erzählt. Der Abstieg in die Hölle der Mine symbolisiert für die Rezensentin die Offenlegung des inneren Chaos der Figur. Ihr Bewusstseinsstrom voller Ekel und Begehren lässt sie vergessen, dass Soseki in diesem Buch wenig Wert auf einen Plot legte. Die kritische Blick des Autors auf die japanische Moderne kommt laut Rezensentin auch so zur Geltung. Ein informatives Nachwort ergänzt den Band, meint sie.
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