Sie ist nicht so leicht, diese Sache mit dem Leben als geradenoch-Teenager: Kolja, Verena und Reinhold treffen in einem Suizid-Forum im Internet aufeinander. Gemeinsam wollen sie, um dem Ganzen ein passend dramatisches Ende zu setzen, an den Plattensee, um in einen erloschenen Vulkan zu springen. Nur dass Kolja eigentlich mitfährt, um die anderen beiden von dem Vorhaben abzubringen. Doch können eine chaotische Reise in einem getunten Audi, ein toter Opa, eine wilde Partynacht am Balaton, eine Sonnenfinsternis und letztlich ihre Freundschaft Verena und Reinhold neuen Lebensmut schenken?
Murmel Clausen ist ein wunderbares Buch gelungen, das von vielem handelt, vor allem jedoch von den vielfältigen Erfahrungen der Adoleszenz, so Rezensent Benno Henning von Lange. Dabei dreht sich die Handlung vorderhand um ein schweres Thema, nämlich um drei Jugendliche, die sich zum Suizid verabreden. Zunächst im Internet, aber dann wollen sie Ernst machen, lernen wir, sie begeben sich auf eine gemeinsame Reise, und das obwohl einer von ihnen, Kolja, sich von Anfang an gar nicht wirklich umbringen will. Es geht um die familiären Prägungen der drei, erfahren wir, außerdem tauchen einige, teils sehr humorvoll geschriebene Nebenfiguren auf, insgesamt fühlt sich Hennig von Lange an Herrndorfs "Tschick" erinnert. Ein großartiges Buch, das bis zum Ende hin glaubwürdig bleibt, so der sehr überzeugte Rezensent.
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