Martin Schäuble

Alle Farben grau

Roman (Ab 14 Jahren)
Cover: Alle Farben grau
Fischer KJB, Frankfurt am Main 2023
ISBN 9783737343299
Gebunden, 272 Seiten, 15,00 EUR

Klappentext

Paul begeht Suizid. Seine Familie, seine Freunde und sein restliches Umfeld müssen damit klarkommen. Der Roman von Martin Schäuble folgt einer wahren Geschichte. Paul ist sechzehn und war schon immer ein bisschen eigen: Er lernt Japanisch und hört Musik, die keiner in seinem Alter kennt. Er ist unheimlich schlau und könnte alles erreichen, wären da nicht seine Ängste und Abgründe. Über die spricht er lange nicht, erst in der Jugendpsychiatrie. Dort lernt er die junge Alina kennen, die seine Liebe zu Katzen teilt und ihn Jesus nennt. Nach der Zeit dort kehrt er zurück in sein normales Leben, und alle haben riesige Hoffnung. Außer einem, der sich längst verabschiedet.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.09.2023

Dass Martin Schäuble sich schwierigen Themen widmet, kennt Rezensentin Anna Vollmer schon aus seinen vorherigen Büchern, hier schreibt er über den Suizid eines Jugendlichen, ein Thema, das einerseits tabuisiert wird, andererseits extrem viele junge Menschen betrifft. So auch Paul: Ein wahnsinnig kluger Sechzehnjähriger, der wegen Depressionen in eine Klinik kommt und dort zudem mit Autismus diagnostiziert wird, der aber eben auch sehr gut darin ist, seine innersten Empfindungen vor den Menschen in seinem Umfeld zu verdecken, so Vollmer. Ihr gefällt, dass der Roman zeigt, wie gefährlich es werden kann, wenn psychische Erkrankungen in den Bereich dessen verschoben werden, über das man nicht spricht. Ein paar Klischees zu Autismus kommen zwar vor, erklärt sie, werden aber auch als Klischee enttarnt und in das komplexe Bild eingewoben, das sich von Paul und seinen Erkrankungen, über die Eltern wie Freunde nach seinem Suizid reden, bildet. Ein Roman, der Voyeurismus vermeidet und über ein wichtiges Thema aufklärt, schließt die überzeugte Rezensentin.

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