In den Straßen Wiens, den Vierteln Berlins und den Schulen Münchens spielen sich Tragödien ab, die unsere Gesellschaft tief erschüttern: Jugendliche brechen auf, um sich terroristischen Gruppierungen und Hasspredigern anzuschließen, planen gar Attentate, Eltern kämpfen verzweifelt um ihre Kinder und die digitale Welt wird zum Nährboden radikaler Ideologien.Dieses Buch geht den Spuren islamistischer Radikalisierung nach - von persönlichen Schicksalen bis hin zu globalen Netzwerken. Es beleuchtet, wie extremistische Strömungen mitten in Europa gedeihen konnten, und fragt, warum gerade junge Menschen - immer öfter auch Mädchen - aus der Mitte der Gesellschaft anfällig für diese Ideologien sind. Fundiert, analytisch und zugleich bewegend zeigt es die Mechanismen, mit denen religiöser Extremismus unsere Werte und unser Zusammenleben bedroht.Der Islamismusforscher Moussa Al-Hassan Diaw führt in diesem Buch auf augenöffnende Weise wissenschaftliche Recherche mit seiner langjährigen praktischen Erfahrung in der Präventions- und Deradikalisierungsarbeit zusammen. Anschauliche Fallbeispiele, aktuelle Statistiken und Hintergrundanalysen machen dieses Werk zu einer unverzichtbaren Lektüre für alle, die sich mit den Ursachen und Auswirkungen des islamistischen Extremismus auseinandersetzen wollen und Wege suchen, die Hassspirale zu durchbrechen.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 21.11.2025
Rezensentin Jasamin Ulfat-Seddiqzai erfährt beim österreichischen Religionspädagogen Moussa al-Hassan Diaw einen Perspektivwechsel - weg von Stammtischparolen und der Außensicht auf Islamisten und hin zu Fallgeschichten über Radikalisierungen einzelner Frauen und Männer. Wie komplex und schwierig sich die Arbeit des Autors gestaltet, der gegen Hassnarrative ankämpft und Deradikalisierung betreibt, erfährt die Rezensentin auch. Das Buch ist laut Rezensentin keine wissenschaftliche Arbeit, sondern bietet persönliche Geschichten und Schicksale, die der Autor mit Erläuterungen versetzt, sein Fazit ist ernüchternd und macht zugleich Hoffnung, erklärt Ulfat-Seddiqzai.
Lena Schätte: Das Schwarz an den Händen meines Vaters Motte wird sie von ihrem Vater genannt. Eigentlich hat sie sogar zwei Väter: den einen, der schnell rennen kann und sich auf alle Fragen eine Antwort ausdenkt. Und den anderen,… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Angelika Klüssendorf: Trost 2022. Angelika Klüssendorf erzählt von Liebe, Entzweiung und der Sehnsucht nach Zugehörigkeit. Rita, Meisterin darin, sich in die falschen Männer zu verlieben, fällt plötzlich…