Monika Helfer

Bevor ich schlafen kann

Roman
Cover: Bevor ich schlafen kann
Deuticke Verlag, Wien 2010
ISBN 9783552061422
Gebunden, 224 Seiten, 17,90 EUR

Klappentext

Josefine Bartok, genannt Josi, ist Psychiaterin in Wien mit einem nüchternen Blick auf die menschliche Seele. Sie hat eine Krebsoperation hinter sich, und ihr Mann Tomas bekennt sich nach zwanzig Jahren Ehe zu seiner Homosexualität. Das Unglück muss man ernst nehmen, findet Josi, so ernst wie Don Quixote die Windmühlen. Tatsächlich hat Josi mit diesem Helden viel gemeinsam. Sie erfindet sich nach der Trennung neu, beschließt, nur mehr Anzüge zu tragen, verliebt sich in Griechenland in Max und schließt Freundschaft mit Paula, einem zwölfjährigen Mädchen. Ein Roman über eine ungewöhnliche Frau, die nach und nach beginnt, neue Formen des Glücks für sich zu entdecken.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.09.2010

Die Schicksalsschläge, die die Protagonistin in Monika Helfers Roman "Bevor ich schlafen kann" erleidet, lassen Lena Bopp nicht unberührt. Die Wiener Psychoanalytikerin Josi verliert nicht nur beide Brüste durch Krebs, sie wird auch von ihrem Mann nach 20 Jahren Ehe verlassen, weil er erkennt, dass er schwul ist, lässt die Rezensentin wissen. Wenn die österreichische Autorin allerdings dann ein 12-jähriges Kind auf einer Griechenlandreise zur Retterin der sich allein durch ihre Ironiefähigkeit noch aufrecht haltenden Hauptfigur macht, und sie in einer geradezu märchenhaften Wendung der Reisebekanntschaft Max in Wien wiederbegegnen lässt, dann ist das in den Augen der Rezensentin des Guten zu viel. Wenig glaubwürdig erscheint Bopp diese glückliche Wendung und es wäre ihr lieber gewesen, dass Josi sich ihrem untröstlichen Unglück gestellt hätte, wie es scheint.
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