Harald zur Hausen, Katja Reuter

Gegen Krebs

Die Geschichte einer provokativen Idee
Cover: Gegen Krebs
Rowohlt Verlag, Reinbek 2010
ISBN 9783498030018
Gebunden, 352 Seiten, 19,95 EUR

Klappentext

Er wurde belächelt und ausgebremst. Doch er hatte eine Idee, und er hatte recht. Harald zur Hausen erhielt den Nobelpreis für Medizin, weil er nachgewiesen hat, was in den Augen seiner Kollegen nicht sein konnte: Manche Krebsarten werden tatsächlich durch Viren verursacht. So lieferte er die Grundlage für die Entwicklung eines Impfstoffes. In diesem Buch erzählt der Nobelpreisträger zusammen mit der Wissenschaftsjournalistin Katja Reuter, wie eine Idee zum Projekt seines Lebens wurde und wie der Nobelpreis sein Leben veränderte. Der Blick hinter die Kulissen zeigt den Kampf in der Wissenschaft, den Weg einer Idee, die Denkweisen umstößt, es geht um den Umgang mit Hindernissen, um Konkurrenzkämpfe, träge administrative Strukturen, Ideendiebstahl, Medizin-Politik und die Rolle der Pharmaindustrie.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.10.2010

Die klassische Geschichte: Ein lange verkannter Forscher bleibt so lange stur auf dem eingeschlagenen Weg, bis er am Ende von der Wissenschaft recht und sogar aus Norwegen den Nobelpreis bekommt. Genau so erging es dem Mediziner Harald zur Hausen, der gegen Spott und Widerstand seiner Kollegen an seiner These vom virenerzeugten und damit auch durch Impfstoffe verhinderbaren Tumor festhielt. "Bemerkenswert" findet Rezensent Joachim Müller-Jung nun diese von dem noch immer aktiven Hausen gemeinsam mit Katja Reuter verfassten Erinnerungen. Lehrreich ist die Geschichte des Forschers nämlich über den Einzelfall hinaus. Gerade weil von Hausen "akribisch" die Entwicklung seiner Forschungen noch einmal aufrollt und den harten Kampf um die Durchsetzung der wissenschaftlichen Wahrheit schildert, sei viel darin über den Betrieb zu erfahren. Wer allerdings Einblicke ins Privatleben des Forschers erwartet, werde von dem Buch wohl eher enttäuscht sein.
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