Aus dem Englischen von Yasemin Dinçer. In ihrem ermutigenden Essay lehnt Minna Salami eine Opferhaltung ab und zeigt jenseits von Essenzialisierungen, welche ungeheure Wirkung in afrikanischen und weiblichen Sichtweisen auf die Welt verborgen liegt. Persönlich und global eröffnet sie eine schwarze feministische Perspektive für alle, die durch ihre Nähe zu Spiritualität und eine andere Art der Naturbeziehung auch progressive, westliche Positionen herausfordert. Denn Gleichberechtigung kann nicht darin bestehen, dass Frauen sich Männern, Schwarze sich Weißen angleichen. In ihrem Nachdenken über Befreiung, Dekolonisierung, Identität, Blackness und Schwesternschaft, das sich aus vielfältigen und auch unvermuteten Quellen speist, preist Minna Salami das Glück, eine Frau zu sein, eine Schwarze Frau, die für nichts weniger als die Befreiung aller Menschen kämpft.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 27.07.2021
Groß findet Rezensentin Susanne Billig die Essays von Minna Salami. Themen wie Schwarzsein, Wissen, Macht, Weiblichkeit und Schönheit erkundet die Autorin laut Billig mit "sinnlichem Wissen", bereit, Kategorien sanft zu sprengen, indem sie etwa Macht neu definiert oder ein frauenfreundliches männliches Schönheitsideal erdenkt. Dabei verwandeln sich "toxische" Konzepte in Freude, staunt Billig. Die Mischung aus Persönlichem, Literatur, afrikanischer Philosophie, Pop und Feminismus funktioniert für Billig gut.
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