Aus dem Polnischen von Roswitha Matwin-Buschmann. Daniel lebt als Schriftsteller in New York. Als ihn die Nachricht vom Tod seiner Mutter erreicht, fliegt er nach Paris, um die nötigen Formalitäten zu erledigen. Doch die plötzliche Konfrontation mit dem Leben der Mutter, zu der er Jahre zuvor den Kontakt abgebrochen hatte, lässt ihn spüren, dass seine Wahrnehmung der Dinge vielleicht nicht ganz mit der Realität übereinstimmte.Ein berückend hypnotischer Roman und zugleich eine feinfühlig gezeichnete Entdeckungsreise in die menschliche Seele.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 23.12.2008
Zwei ganz unterschiedliche Romane hat Judith Leister gelesen, in denen der unvorhergesehene Tod der Mutter für zwei blockierte Künstler eine zentrale Rolle spielt und die ihr beide gefallen haben. Der Debütroman von Mikolai Lozinski bekommt großes Lob, auch wenn die Rezensentin über einige wenige Anfängerschwächen hinwegsehen muss. Es geht um den Schriftsteller Daniel, der in New York lebt und gleichermaßen erfolglos an einem Roman und an seiner Liebesbeziehung bastelt, als er vom plötzlichen Tod seiner Mutter erfährt, fasst die Rezensentin zusammen. In der Auseinandersetzung mit der zeitlebens ambivalenten Beziehung zur Mutter und in Erinnerungen an die Kindheit entfaltet sich laut begeisterter Leister ein fesselndes "psychologisches Kammerspiel", das in ihren Augen höchstens von den etwas hölzernen Übergängen zwischen Vergangenheit und Gegenwart ein wenig untergraben wird. Ansonsten aber zeigt sich die Rezensentin von diesem Debütroman durchaus beeindruckt.
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