Miguel Asturias

Der Herr Präsident

Roman
Cover: Der Herr Präsident
Rotpunktverlag, 2009
ISBN 9783858693860
Gebunden, 337 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Aus dem Spanischen von Jacob Bachmann. Dieser Roman des guatemaltekischen Nobelpreisträgers Miguel Angel Asturias ist ein Klassiker der modernen lateinamerikanischen Literatur. Er steht am Anfang einer Reihe großer Erzählungen über Diktaturen und deren sichtbare und weniger sichtbare Auswirkungen auf die jeweiligen Gesellschaften: die "Diktatorenromane" von Gabriel Garcia Marquez, Alejo Carpentier, Augusto Roa Bastos, Arturo Uslar Pietri und Mario Vargas Llosa.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 10.04.2010

Rezensent Knut Henkel begrüßt diese Neuauflage von Miguel Angel Asturias' erstmals 1946 erschienenem Roman "Der Herr Präsident". Das Werk begründet seines Erachtens das Genre des Diktatorenromans. Während Gabriel Garcia Marquez und Mario Vargas Llosa als Vertreter dieser Gattung weltberühmt sind, scheint ihm der guatemaltekische Autor, immerhin Literaturnobelpreisträger von 1967, heute etwas in Vergessenheit geraten. Umso mehr freut er sich über die Neuauflage des Werks, in dem Asturias den Prototyp eines Diktators und die Mechanismen der Macht darlegt und Angst, Willkür, Spitzelei, Machtwillen und Grausamkeit als zentrale Elemente einer Diktatur schildert. Die Strukturen autoritärer Herrschaft werden nach Ansicht Henkels dabei "eindringlich und virtuos" beschrieben. Sein Fazit: ein Roman, der es wert ist, wiederentdeckt zu werden.

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