Aus dem Amerikanischen von Christiane Bernhardt. In fünf so verstörenden wie absolut realistischen Szenarien über das, was den USA politisch und gesellschaftlich unmittelbar bevorsteht, zeichnet Stephen Marche das Bild eines zutiefst gespaltenen Landes am Abgrund: Das Land erscheint kaum noch wie die größte westliche Demokratie und stabile Weltmacht. Die aktuellen Anzeichen wären in jedem anderen Land Grund zur Sorge vor einem direkt bevorstehenden Staatsversagen. Wie Marche eindringlich zeigt, braucht es dafür nicht mehr, als einen Funken, der das Land zum brennen bringt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 21.03.2022
Rezensentin Viola Schenz hält dieses Buch eher für einen Teil des Problem als der Lösung. Der kanadische Autor Stephen Marche entwirft darin fünf Schreckensszenarien für den Untergang der amerikanischen Demokratie. In den Abgrund gerissen werden könnten die USA etwa durch einen aufständischen Sheriff, durch eine Naturkatastrophe, Separatisten, einen Anschlag oder ein Attentat. March fröne hier einer Lust am Untergang und schrillen Thesen, die er mit nichts belege, ärgert sich die Rezensentin, die nach eigenem Bekunden eigentlich an amerikanische XXL-Formate gewöhnt ist. So sehr man ihr glaubt, irritiert Schenz allerdings auch mit Urteilen: Dass die USA schon vor Donald Trump zerrissen seien, hält sie für eine "luzide Erkenntnis", dass das Land seit 160 Jahren Bestand habe, für "Unsinn".
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