Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 06.04.2004
Sehr aufschlussreich findet Rezensent Alexander Flores dieses Buch, in dem sich Michael Kiefer mit dem Antisemitismus in der arabischen Welt befasst. Flores hebt hervor, dass Kiefer, anders als Matthias Küntzel, die Entstehung des arabischen Antisemitismus nicht auf das Wirken einer einzigen Agentur zurückführt. Vielmehr sehe Kiefer das Phänomen als Übertragung von Elementen des modernen europäischen Antisemitismus in den Nahen Osten unter bestimmten Umständen, nämlich dem Umbruch der arabischen Welt zur Moderne unter europäischer Dominanz und den Auswirkungen des Palästinakonflikts. Ausführlich referiert der Referent Kiefers Darstellung dieser Entwicklung und kommt zu dem Schluss, dass der Autor durch seine Herangehensweise sowie durch eine "Fülle kluger und anregender Reflexionen" eine rational Erfassung arabischen Antisemitismus erlaube.
Juli Zeh: Pony Show Eine prominente Verlegerin unter Mordverdacht. Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess. Und die Frage: Wie verhandelbar ist die Wahrheit? Sie ist über fünfzig, verheiratet… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Botho Strauß: Bleiben und Blicken In Botho Strauß' neuem Buch geht es um die Zeit und ihr Vergehen, um den Zauber der Kunst, um das Originale und das Eigentliche. Vor allem sind es Begegnungen und Nichtbegegnungen,… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren…