Der Knoten - wir alle kennen und verwenden ihn. Doch kaum jemand weiß Genaueres über seinen Ursprung und seine lange Geschichte. Dabei verwandeln Menschen seit Tausenden Generationen mit dem Knoten einfache Leinen - ob Schnur, Strick oder Seil - in Werkzeuge, Symbole, Zeichen, Zierden oder Mittel der Magie. Einst unverzichtbarer Alltagsgegenstand, wird der Knoten in der Konsumgesellschaft zunehmend von Billigprodukten ersetzt - und bleibt doch das einzige Werkzeug der Vorzeit, das sich noch heute in jedem Haushalt befindet. Weder im Alltag noch in der Wissenschaft wird der unscheinbaren und zugleich hocheffektiven Technik des Knotens besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Dabei wäre unsere Menschwerdung ohne den Knoten vermutlich nicht möglich gewesen.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 12.07.2023
"Voller Überraschungen steckt" die Kulturgeschichte der Knoten, lernt Rezensent Michael Opitz von Autor Michael S. Karg. Zwar lässt sich kein genauer Zeitpunkt festlegen, ab dem der Mensch die Technik des Knotens erlernte, erklärt Opitz. Doch scheint sie für das Überleben der Menschen vor zwei Millionen Jahren essenziell gewesen zu sein, zum Beispiel zur Herstellung von Faustkeilen, Zelten und Netzen, zählt Opitz auf. In verschiedensten Kulturen ist der Knoten immer noch von großer Bedeutung, lesen wir - sie hat zum Beispiel in der norwegischen Tradition seinen letztgeborenen Sohn symbolisch Knut zu nennen überlebt und in der keltischen Kunst, in der der Knoten ein zentrales Element darstellt. Kargs Buch über den "Bedeutungsträger" Knoten fand Opitz hochinteressant und "sehr gut lesbar".
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…