Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 13.04.2004
Andreas Briner findet es nicht überraschend, dass "auch eine gelungene Kurzbiografie" Händels Fragen offen lässt. Zurückzuführen sei dieser Umstand wohl auf eine "doppelte Händel-Rezeption", die einesteils britisch-irisch und andernteils deutsch sei. Hinzu komme noch eine Schwierigkeit, die der Biograf in seinem Buch selbst benenne: "Offen aber muss bleiben, ob das weitgehende Fehlen aller persönlichen Äußerungen Zufällen der Überlieferung, individuellem Ungeschick, Emotionen sprachlich Ausdruck zu verleihen, oder bewusstem Verschweigen affektiver Befindlichkeit geschuldet ist." Auch in Sachen Religiosität ziehe Michael Heinemann sich darum aus der Affäre. Doch gebe es hier unfehlbare Zeugen. So empfiehlt Briner jenen, die sich über Händels religiöse Haltung aufklären lassen möchten, das "Halleluja" des "Messias".
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