Er ist Deutschlands bekanntester Gesellschaftsreporter. Sein Berufsbild diente als Vorbild für die Kult-Fernsehserie "Kir Royal", die er mit Helmut Dietl entwickelte. Als Auslandskorrespondent in Paris, u.a. für die "ZDF-Drehscheibe", schnuppert er den Duft der großen weiten Welt, ehe er 1970 mit seiner "Leute"-Kolumne beginnt. 14 Jahre schreibt er täglich über Personen und Persönchen, ist der erste bei geheimen Scheidungen und spektakulären Hochzeiten, er berichtete als erster Deutscher vor Ort über die "Oscars" in Los Angeles.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.10.2009
Michael Graeters Memoiren scheinen Rezensent Hannes Hintermeier durchaus kurzweilig: Vom Provinzjournalisten zum Großmeister des Klatsches und vom Kino- und Cafebetreiber zum Bankrotteur, das liest sich für Hintermeier recht "abwechslungsreich". Allerdings hätte er dem Buch ein vernünftiges Lektorat gewünscht. Eine Autobiografie, wie sie der Untertitel verspricht, kann er in dem Werk auch nicht erkennen, eher eine sehnsüchtige Beschwörung der goldenen Zeiten des Klatsches der sechziger und siebziger Jahre, der damaligen Stars und Superreichen, des Hochadels und der Lokalprominenz. Naturgemäß befriedigt das ein eher "antiquarisches Klatschinteresse".
Als "reele Sache" lobt Rezensentin Ursula März dieses Buch des Klatschreporters Michael Graeter, wiewohl sie die verlagsseitige Behauptung, es handele sich um Memoiren, dann doch in Erstaunen versetzt. Aus ihrer Sicht nämlich sind dies hier lediglich Anekdoten aus der Society-Welt am Stück, ein über vierzig Jahre fortlaufender Bericht über die weltbewegende Frage "Wer mit wem?" Eine Stunde lang könne man sich mit Graeters Buch "das Hirn durchputzen lassen", biete es Erholung von Erschöpfung und Tiefsinn und rausche reinigend durch die Ganglien. Rückstandslos, versteht sich.
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