Aktive Sterbehilfe als Ausdruck gläubigen Vertrauens? Die großen Kirchen in Deutschland sind sich in ihrer strikten Ablehnung einer Liberalisierung der Sterbehilfe einig. Um so garstiger wirkt der breite Graben, der sie in dieser Frage von vielen Christen und von anderen Volkskirchen in Europa trennt.Diskutiert wird über das umstrittene Vorbild anderer europäischer Staaten und darüber, ob gesetzliche Neuregelungen auch in Deutschland notwendig sind. Frieß beschreibt die zentralen Positionen in den juristischen und theologischen Kontroversen. Er deckt Inkonsequenzen auf und hinterfragt kritisch die ablehnenden Stellungnahmen der Kirchen. Schließlich denkt er Argumentationslinien konsequent weiter, an deren Ende ein christlich begründetes ?Ja? zur Akzeptanz von assistiertem Suizid und aktiver Sterbehilfe stehen kann.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 18.12.2008
Mit hohem Lob bedenkt Friedrich Wilhelm Graf diese Dissertation zum Thema Sterbehilfe, die der Theologe Michael Frieß vorgelegt hat. Er schätzt die Arbeit als ausgezeichnete Untersuchung der theologischen Argumentationen, mit denen die beiden großen Kirchen in Deutschland ihre grundsätzliche Ablehnung von assistiertem Suizid und Sterbehilfe begründen. Frieß' kritische Auseinandersetzung mit der offiziellen Haltung der Kirchen scheint ihm sehr überzeugend. Zudem neigt Graf ohnehin zum Ansatz des Autors, der mit dem Selbstbestimmungsrecht argumentiert. Er attestiert Frieß in diesem Zusammenhang, mit Grundbegriffen reformatorischer Theologie eine Deutungsperspektive zu entwickeln, "die dem sonst im theologischen Euthanasiediskurs Gebotenen analytisch wie konstruktiv deutlich überlegen ist".
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