Michael Crichton, Richard Preston

Micro

Thriller
Cover: Micro
Karl Blessing Verlag, München 2012
ISBN 9783896674296
Gebunden, 544 Seiten, 22,95 EUR

Klappentext

Honolulu, Hawaii. Drei Männer liegen tot auf dem Fußboden eines verschlossenen Büros - keine Anzeichen eines Kampfes, keine Einbruchsspuren, keine Tatwaffe. Nur die extrem feinen, rasiermesserscharfen Schnitte, die die Leichen überziehen, liefern einen ebenso grausigen wie rätselhaften Hinweis auf die Todesursache. In Cambridge, Massachusetts, wird eine Handvoll Studenten, die sich durch besondere Fähigkeiten hervortun, von einem Unternehmen für den Einsatz an der Front der Mikrobiologie rekrutiert. Die streng geheime, höchst profitable Arbeit von Nanigen Micro Technologies führt die Forschungstalente nach Hawaii. Doch hier, weit entfernt von der Sicherheit ihrer Labors, plötzlich sich selbst überlassen im Dschungel, sehen sich die Studenten nicht nur einer erbarmungslosen Natur, sondern auch einer radikalen neuen Technik gegenüber, die die Gruppe schnell beherrschen lernen muss, will sie nicht für immer in den undurchdringlichen Wäldern Oahus verschwinden. Michael Crichtons Thriller loten das Grenzgebiet zwischen Fakt und Fiktion aus, beschreiben Szenarien einer Welt von morgen, die uns der wissenschaftliche und technische Fortschritt von heute bescheren könnte.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 08.10.2012

Schön, wenn ein unabgeschlossener Nachlassroman einen Autor findet, der den Text ohne Brüche fortführen kann. Schlecht, wenn er damit bloß dessen Mängel fortschreibt. Meint jedenfalls Christoph Haas zu diesem von Robert Preston vollendeten Fragment des Thriller-Magiers Michael Crichton. Die Story um einen schurkischen Biologen und eine Gruppe von auf Fingernagelgröße geschrumpften Wissenschaftlern unterwegs im Urwald krankt laut Haas an der Unfähigkeit der Autoren, interessante Figuren zu entwerfen und den Plot plausibel zu entwickeln, was für Haas das Nonplusultra einer derart fantastischen Geschichte ist. Wie es sich anfühlt als Ameise durch den Dschungel zu laufen, hätte Haas auch gerne genauer erfahren. Zu selten, kritisiert er, lassen die Autoren ihre naturwissenschaftlichen Kenntnisse zu Text gerinnen. Dann, nur dann, scheint ihm der Roman faszinierend.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.06.2012

Auch mit seinem letzten, von Bestsellerautor Richard Preston zu Ende geschriebenen und postum veröffentlichten Roman "Micro" bleibt sich Michael Crichton treu, berichtet Rezensentin Christina Hucklenbroich. Und so liest die Kritikerin einmal mehr eine spannend, massentauglich und märchenhaft aufbereitete Geschichte um eine in der Bevölkerung bereits misstrauisch beobachtete Technologie - ohne dafür die nötigen naturwissenschaftlichen Fachkenntnisse aufwenden zu müssen. In "Micro" folgt sie einer Gruppe junger Harvard-Studenten, die von einem machtgierigen Großinvestor mittels eines "Tensorgenerators" auf Zentimetergröße geschrumpft werden und von da an in der Wildnis Hawaiis gegen Fliegenlarven, Wespen und Tausendfüßer und um ihr Überleben kämpfen müssen. Zwar hat die Rezensentin nach der Lektüre nicht allzu viel Sinnvolles zum Thema "Nanotechnologie" erfahren, fühlt sich durch diesen temporeichen und überraschend humorvollen Thriller, der auch die sozialen Beziehungen der Gruppe brillant untersucht, aber dennoch bestens unterhalten.
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