Die Grossmutter lädt zur Familienfeier. Die Tochter kehrt temporär in die Enge ihres Kinderzimmers zurück. Sohn 1 hört sich gerne reden, während seine Begleitung eisern schweigt. Sohn 2 wiederum ist unfähig, für sich und andere einzustehen. Ganz im Gegensatz zu seiner Frau, die immer kurz vor der Explosion steht. Die Enkelkinder derweil wären lieber woanders. Während die Spannung steigt, Triggerpunkte provoziert werden und passive Aggressionen in offene Konflikte aufbrechen, bleibt eine Frage: Was macht eigentlich die Kassiererin des lokalen Supermarktes, Frau Spar, hier? Mia Oberländer erzählt in einem furios dadaistischen Showdown von Dingen, die in jeder Familie vorkommen … Oder etwa nicht?
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 02.01.2026
Rezensentin Martina Knoben erkennt die Realität in Mia Oberländers laut Rezensentin herrlich eigenwilliger Graphic Novel. Wie ein Familientreffen in ein groteskes Konfliktchaos kippen kann, verhandelt die Zeichnerin laut Knoben in präzisen Bleistiftzeichnungen, die grell ausgemalt werden. Die in der Wüste spielende Story versammelt unter anderen eine diktatorische Oma, einen übergriffigen Onkel und einen Schoßhund von Papa, lauter dysfunktionale Charaktere, "dadaistisch verfremdet" und doch für jeden wiedererkennbar, findet Knoben. Mit diesem Band etabliert sich die Autorin unter den "originellsten" Stimmen der deutschen Comicszene, lobt Knoben
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