Meredith Haaf, Susanne Klingner, Barbara Streidl

Wir Alphamädchen

Warum Feminismus das Leben schöner macht
Cover: Wir Alphamädchen
Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2008
ISBN 9783455500752
Kassette, 220 Seiten, 19,95 EUR

Klappentext

Cool, schlau, schön - das sind die neuen Feministinnen. Sie wollen alles: Kinder und Karriere, Intellekt und Sex, Verantwortung und Freiheit. Nicht die Männer sind ihre Feinde, sondern die ungerechten gesellschaftlichen Strukturen; und die gilt es zu bekämpfen - mit den Männern.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 13.03.2008

Eva Hermans realsatirischer Einsatz sei Dank, gibt es jetzt endlich wieder "einen frischen und überzeugten und ernsthaften Feminismus", der die alten und wesentlichen Fragen wie die nach Rollenverteilung und Einkommensunterschied, Pornografie, Orgasmus und sexueller Gewalt aufgreift, freut sich Rezensentin Hilal Sezgin. Die drei Journalistinnen Meredith Haaf, Susanne Klingner und Barbara Streidl tun dies in "Wir Alphamädchen" allerdings mit ein wenig zuviel Frische und zu wenig Ernsthaftigkeit und gänzlich ohne theoretischen Unterbau, findet Sezgin. Besonders angesichts der ein wenig naiven Sprache der Autorinnen mit all ihrem "cool" und "geil" schüttelt sie milde das Haupt. Zwar stellen die Autorinnen nicht zu knapp Forderungen, scheint ihr ganzes Buch doch aus Aufrufen zu bestehen, wasgo frau endlich tun oder lassen soll. Dabei sei dieser "Aktionismus" so fröhlich wie "gendertheoretisch unbeleckt", kritisiert Sezgin. Müssen sich die Autorinnen so dümmlich gebärden, wo sie doch so recht haben, wundert sich die vom Tonfall des Buches etwas befremdete Rezensentin. Dennoch, dass "Feminismus lebt", wie Sezgin resümiert, wird auch durch dieses Buch deutlich.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 13.03.2008

Die Rezensentin Alice Bota ist ziemlich befremdet von dem ihrer Meinung nach wirren Themenmix, mit dem Meredith Haaf, Susanne Klingner und Barbara Streidl ihre Leser konfrontieren. Auch wenn nicht alles dumm ist, was in dem Buch als zeitgemäßer Feminismus angepriesen wird - ausgerechnet tragische Figuren wie Amy Winehouse und Lindsay Lohan Vorbildfunktion zuzusprechen, findet die Rezensentin allerdings ziemlich daneben - so werden die Ideen Botas Meinung nach auf eine doch "geschwätzig" wirkende Art und Weise präsentiert. Als "Fundament für irgendwas Neues" taugt das Buch nach Meinung der Rezensentin auf jeden Fall nicht. Dagegen spricht schon, dass sich "gestandene Frauen wieder zu Mädchen erklären".

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 11.03.2008

Dieses Buch, mit dem sich Meredith Haaf, Susanne Klingner und Barbara Streidl für einen neuen Feminismus stark machen, sollte jedes Mädchen lesen, empfiehlt  Rezensentin Iris Hanika, damit Alphafrauen aus ihnen werden. Die Autorinnen wenden sich genauso gegen den "Aliceschwarzerismus", der im Lesbischsein die Praxis zur feministischen Theorie sah, wie gegen biologistische Erklärungsversuche für soziologische Missstände, wie beispielsweise fehlende Krippenplätze, stellt die Rezensentin sehr einverstanden fest. Sie ist besonders angetan vom erfrischenden Ton dieses idealen Mädchenhandbuchs und kann sich dem Appell der Autorinnen an ihre weibliche Leserschaft, nachzudenken und sich nichts mit Hinweis auf ihr Geschlecht verbieten zu lassen, nur anschließen.

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