Meinhard Meuche-Mäker

Die PDS im Westen 1990-2005

Schlussfolgerungen für eine neue Linke
Cover: Die PDS im Westen 1990-2005
Karl Dietz Verlag, Berlin 2005
ISBN 9783320020736
Kartoniert, 112 Seiten, 6,90 EUR

Klappentext

Von Anfang an wurde der PDS in den westdeutschen Bundesländern keine Entwicklungschance eingeräumt. Wissenschaftliche und publizistische Beobachter und Akteure unterschiedlicher politischer Couleur konstatierten immer wieder das Scheitern der PDS im Westen. Auch als die Einschätzung, die ostdeutsche PDS sei lediglich ein Übergangsphänomen, ad acta gelegt wurde, änderte sich daran nichts Wesentliches. Diese Bewertungen in Rechnung gestellt, hat sich die PDS in den westdeutschen Bundesländern relativ lange als politisch handlungsfähige Organisation behauptet, wenn auch auf niedrigem Niveau, und - zumindest spärliche - Erfolge vorgewiesen. Wenn die Überlegungen zutreffend sind, daß die PDS im Westen nicht akzeptiert sei und dort absehbar keine Bedeutung haben werde, dann interessiert die Frage nach den Ursachen. Die kulturelle Fremdheit der PDS im Westen korrespondiert mit dem Beharrungsvermögen großer Teile der westdeutschen Linken. Wer zukünftig zusammenarbeiten, gar ein gemeinsames, solidarisches und tragfähiges Projekt entwickeln will, sollte daran interessiert sein, gegenseitige Fremdheit und Unkenntnis abzubauen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.05.2006

Als handfester Kritiker der SED-Nachfolgepartei PDS gibt sich Rezensent Harald Bergsdorf in seiner Besprechung dieses Buchs von Meinhard Meuche-Mäker zu erkennen. Meuche-Mäker geht darin der Frage nach, warum die PDS im westlichen Teil Deutschlands zwischen 1990 und 2005 nicht wirklich Fuß fassen konnte. Bergsdorf referiert im Wesentlichen zwei Ursachen, die Meuche-Mäker identifizieren konnte: Erstens haben es neue Parteien in der Bundesrepublik grundsätzlich schwer und zweitens konnte die PDS im Westen nicht auf die im Osten vorhandenen Vorarbeiten der SED zurückgreifen. Bergsdorf nennt auch noch einen dritten Grund, den er bei Meuche-Mäker vermisst: Zwischen Linkssein im Osten und Linkssein im Westen bestehen laut Rezensent aufgrund der unterschiedlichen Systeme und der Sozialisation immer noch große Unterschiede.
Lesen Sie die Rezension bei buecher.de
Stichwörter

Beliebte Bücher

Jana Hensel. Es war einmal ein Land - Warum sich der Osten von der Demokratie verabschiedet. Aufbau Verlag, Berlin, 2026.Jana Hensel: Es war einmal ein Land
In ihrem neuen Buch erzählt die Bestsellerautorin Jana Hensel vom Ende eines großen Traums. Denn das, was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun…
Norbert Gstrein. Im ersten Licht - Roman. Carl Hanser Verlag, München, 2026.Norbert Gstrein: Im ersten Licht
Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes…
Elias Hirschl. Schleifen - Roman. Paul Zsolnay Verlag, Wien, 2026.Elias Hirschl: Schleifen
Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In…
Robert Menasse. Die Lebensentscheidung - Novelle . Suhrkamp Verlag, Berlin, 2026.Robert Menasse: Die Lebensentscheidung
Frustriert von den Mühlen der Bürokratie, trifft Franz Fiala eine "Lebensentscheidung" und wirft seinen Job bei der Europäischen Kommission hin. Als er seine Mutter zum 89.…