Max Aub

Theater der Hoffnung

Das magische Labyrinth, Band 2
Cover: Theater der Hoffnung
Eichborn Verlag, Berlin 1999
ISBN 9783821806686
gebunden, 528 Seiten, 30,58 EUR

Klappentext

?Und er sehnte sich nicht nach Liebe, sondern nach einem neuen Leben. Nach einem Leben, das sich hinter dem Tod, hinter dem Kampf, hinter den Schüssen vor ihnen auftun würde. Ein neues Leben, das ihm eine neue Liebe geben würde, dieselbe und dennoch anders. Reiner. Durch und durch neu.? Vicente und Asunción, zwei junge Laienschauspieler, lernen sich kennen und lieben ? doch um sie herum tobt unerbittlich der spanische Bürgerkrieg. Er geht an die Front, sie landet mit einem Theater im belagerten Madrid.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 09.12.1999

Die ersten beiden Bände eines sechsteiligen Romanzyklus` über den Spanischen Bürgerkrieg - "Nichts geht mehr" und "Theater der Hoffnung" - hat sich Eberhardt Falcke gründlich und interessiert angesehen. Er lobt sowohl die sorgfältige Übersetzung von Buschmann und Gerold als auch die "informativen Anmerkungen, Kommentare und Nachworte" der Herausgeberin Mercedes Figueras, - und preist schließlich auch Aubs großen Wurf mit Fleiß und Überzeugung. Weil ein politischer Kontext für die Diskussion des Spanisches Bürgerkriegs, wie er beispielsweise in den 68ern bestand, heute jedoch fehlt, so merkt er nüchtern an, wird der leider erst jetzt übersetzte Zyklus wohl bald wieder "im Archiv historisch entrückter Kostbarkeiten" verschwinden. Die literarische Qualität hat Falcke nicht in beiden Bänden gleichmäßig überzeugt. Das im Pariser Exil 1939 geschriebene erste Buch scheint ihm kraftvoll authentisch und wunderbar polyphon, aber insgesamt zu chaotisch, das im mexikanischen Exil 1968 entstandene zweite Buch sei dagegen klarer strukturiert. Max Aub, über dessen Leben und Werk Falcke sich ansonsten ausschweigt (aber ein Portraitfoto ist abgedruckt), hat in seinem Werk den Spanischen Bürgerkrieg als "zeittypische Tragödie dieses Jahrhunderts" mit hohem literarischen Anspruch und manchmal überbordendem Dokumentaristenehrgeiz - und keinesfalls etwa als "Heldensage" - vorgeführt.

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