Buchautor

Max Aub

Max Aub wurde 1903 als Sohn eines wohlhabenden Deutschen und einer Französin in Paris geboren. Der Vater war erfolgreicher Vertreter für edle Schmuckwaren, die Mutter stammte aus großbürgerlichem Hause. Daß seine EItern Juden waren, erfuhr Aub erst, als er fast volljährig ist. Bei Ausbruch des ersten Weltkrieges muß der Vater Frankreich verlassen. Die Familie zog nach Valencia in Spanien. Aub, jäh entwurzelt, lernte schnell Spanisch. 1920, nach dem Abitur, entschied er sich gegen ein Universitätsstudium und beginnt statt dessen, seinem Vater zur Hand zu gehen. Auf Vertreterreisen in verschiedene europäische Länder nahm er mit literarischen Kreisen Tuchfühlung auf, unter anderem auch mit den Avantgardisten des Café Regina in Madrid. Jorge Gullién, Ramon de Valle Inclan, Antonio Machado, Frederico Garcia Lorca und viele andere gehörten zu den Bekannten, denen er seine ersten Gedichte vortrug.
Aub entschied sich mit 21 Jahren für die spanische Staatsbürgerschaft und wurde wegen extremer Kurzsichtigkeit vom Militärdienst zurückgestellt. Sein Interesse für die Bühne, für die Theorien von Copeau, Brecht, Piscator und Meyerhof erwachte. In dieser Zeit begann auch die lebenslange Freundschaft mit Luis Bunuel, für den er später ein Drehbuch schreiben würde. Aub heiratet 1926, leitet zeitweise ein Studententheater und lernt Ernest Hemingway, André Malraux und Gustav Regler kennen. Francos Militärrevolte gegen die republikanische Regierung im Juli 1936 war der Auslöser der lebenslangen Odyssee Max Aubs, der eine zeitlang auch Direktor einer sozialistischen Zeitung und Mitglied der Allianz sozialistischer Schriftsteller war.
Im Jahr 1937 wurde er Kulturattaché der spanischen Republik in Paris, wo er seinen Freund Picasso mit dem Wandgemalde Guernica beauftragte. Wieder zurück im bürgerkriegsgeschüttelten Spanien, drehte er 1938/39 gemeinsam mit André Malraux den Film "Sierra de Teruel" nach Malraux` Roman "L`Espoir" über den spanischen Bürgerkrieg. 1940 wurde er in Paris als Kommunist denunziert, wieder freigelassen, wieder verhaftet und in der Zeit bis 1942 in verschiedenen Konzentrationslagern in Frankreich und Algerien interniert. Mit Hilfe eines Lagerwächters gelang ihm jedoch die Flucht, über Umwege die Ausreise in mexikanische Exil.
In Mexiko sollte er er den Rest seines Lebens verbringen. Erst 1969 durfte er Spanien wieder besuchen, das Land nach dem er sich zeit seines Lebens zurücksehnte. In Mexiko begann er sofort mit der Arbeit an seinem großen, sechsteiligen Romanzyklus über den Spanischen Bürgerkrieg: Das magische Labyrinth. In Spanien verhinderte die Zensur bis in die sechziger Jahre die Veröffentlichung seiner Werke. Max Aub starb am 1972 in Mexiko City.

Max Aub: Bittere Mandeln

Cover
Eichborn Verlag, Berlin 2003
ISBN 9783821806693, Gebunden, 815 Seiten, 34.90 EUR
Aus dem Spanischen von Albrecht Buschmann und Stefanie Gerhold. Dreißigtausend Flüchtlinge strömen im März 1939 in die spanische Hafenstadt Alicante, in der Hoffnung, dort von ausländischen Schiffen aufgenommen…

Max Aub: Das magische Labyrinth. 6 Bände

Eichborn Verlag, Berlin 2003
ISBN 9783821807386, Gebunden, 3000 Seiten, 149.90 EUR
Aus dem Spanischen von Albrecht Buschmann und Stefanie Gerhold.

Max Aub: Am Ende der Flucht

Cover
Eichborn Verlag, Berlin 2002
ISBN 9783821806655, Gebunden, 250 Seiten, 24.90 EUR
Aus dem Spanischen von Albrecht Buschmann uund Stefanie Gerhold. Herausgegeben und kommentiert von Mercedes Figueras.

Max Aub: Die Stunde des Verrats

Cover
Eichborn Verlag, Frankfurt am Main 2001
ISBN 9783821851327, CD, 17.95 EUR
61 Minuten Laufzeit. Aus dem Spanischen von Albrecht Buschmann und Stefanie Gerhold. Funkbearbeitung und Regie: Ulrich Gerhardt. Gesprochen von Peter Gavajda (Erzähler), Rolf Boysen, Jens Harzer, Stefan…

Max Aub: Nichts geht mehr

Cover
Eichborn Verlag, Frankfurt am Main 2000
ISBN 9783821851297, CD, 17.95 EUR
Aus dem Spanischen von Albrecht Buschmann und Stefanie Gerhold. Funkbearbeitung und Regie: Ulrich Gerhardt. Gesprochen von Peter Gavajda (Erzähler), Rolf Boysen, Jens Harzer, Stefan Hunstein, Juliane…

Max Aub: Theater der Hoffnung

Cover
Eichborn Verlag, Frankfurt am Main 2000
ISBN 9783821851303, CD, 17.95 EUR
Aus dem Spanischen von Albrecht Buschmann und Stefanie Gerhold. Funkbearbeitung und Regie: Ulrich Gerhardt. Gesprochen von Peter Gavajda (Erzähler), Rolf Boysen, Jens Harzer, Stefan Hunstein, Juliane…

Max Aub: Die Stunde des Verrats

Cover
Eichborn Verlag, Berlin 2001
ISBN 9783821806662, Gebunden, 370 Seiten, 30.58 EUR
Aus dem Spanischen von Albrecht Buschmann und Stefanie Gerhold. Herausgegeben und kommentiert von Mercedes Figueras. Anfang März 1939, die letzten Tage des republikanischen Madrid. Das Chaos in der Stadt…

Max Aub: Blutiges Spiel

Cover
Eichborn Verlag, Berlin 2001
ISBN 9783821851310, CD, 17.95 EUR
72 Minuten Laufzeit. Aus dem Spanischen von Albrecht Buschmann und Stefanie Gerhold. Funkbearbeitung und Regie: Ulrich Gerhardt. Gesprochen von Peter Gavajda (Erzähler), Rolf Boysen, Jens Harzer, Stefan…

Max Aub: Nichts geht mehr

Cover
Eichborn Verlag, Berlin 1999
ISBN 9783821806587, gebunden, 320 Seiten, 25.46 EUR
Der Bauernjunge Rafael López Serrador verlebt seine Kindheit in dem Dorf Viver de las Aguas, wo jedes Jahr die Fiesta in einem grausamen Ritual gipfelt: Ein Stier mit brennenden Pechkugeln an den Hörnern…

Max Aub: Theater der Hoffnung

Cover
Eichborn Verlag, Berlin 1999
ISBN 9783821806686, gebunden, 528 Seiten, 30.58 EUR
?Und er sehnte sich nicht nach Liebe, sondern nach einem neuen Leben. Nach einem Leben, das sich hinter dem Tod, hinter dem Kampf, hinter den Schüssen vor ihnen auftun würde. Ein neues Leben, das ihm…