Manuel Chaves Nogales

Juan Belmonte. Stiertöter

Eine Biografie
Cover: Juan Belmonte. Stiertöter
Friedenauer Presse, Berlin 2022
ISBN 9783751806305
Gebunden, 410 Seiten, 26,00 EUR

Klappentext

Aus dem Spanischen von Frank Henseleit. Der Legende nach soll der seinerzeit weltberühmte Torero Juan Belmonte eines Tages in Chaves Nogales' Büro getreten sein, um ihn, den brillantesten Journalisten seiner Zeit, zu bitten, seine Biografie zu schreiben. Chaves Nogales aber hatte noch nie einen Stierkampf gesehen - und würde auch keinen anschauen. Was ihm dann mit dem vorliegenden Buch - der fiktiven Autobiografie des Stiertöters - gelang, ist ein literarisches Husarenstück im Stile James Boswells Dr. Samuel Johnson. Leben und Meinungen. Das Buch war gleich nach Erscheinen so erfolgreich, dass der wahre Autor dahinter für lange Zeit in Vergessenheit geriet. Nogales, der als einer der letzten großen Liberalen auf den Todeslisten der Faschisten wie der Kommunisten stand, überschritt damit alle Genregrenzen und schuf das vielleicht bedeutendste Buch über den Stierkampf. Die Biografie des Stiertöters Juan Belmonte enthält neben der bunten Schilderung seiner Heldentaten einen glänzenden Essay über den Stierkampf, den Nogales seinem Belmonte unterschob und in dem er mit Begeisterung und Abscheu all unsere banalen Irrtümer über den inzwischen historisch geworden Stierkampf ausräumt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.07.2022

Rezensent Jobst Welge befremdet mitunter, was er in dem Buch von Manuel Chaves Nogales über den großen Torero Juan Belmonte und dessen Leidenschaft liest. Stierkampf ist einfach passé! Dafür, dass das erstmals 1935 erschienene Buch in der laut Rezensent gekonnten Übersetzung von Frank Henseleit dennoch fasziniert, sorgt für Welge die Kunst des "literarischen Reporters" Chaves Nogales. Die "romanhaften" Momente des Textes, der Welge bisweilen an die Tradition des spanischen Schelmenromans erinnert, Rivalität und Revolution und das künstlerische Selbstverständnis des Toreros thematisiert, machen das Buch für den Rezensenten erst zum Ereignis.

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