Aus dem Finnischen von Gabriele Schrey-Vasara. Viktor Kärppä führt sein kleines Detektivbüro nur noch nebenbei. Doch er hat sein Auskommen: Er arbeitet als Subunternehmer für verschiedene Helsinkier Baufirmen, verkauft auf dem grauen Markt in Russland Haushaltsgeräte und betreibt einen Kiosk auf einem Autobahnrastplatz. Mit dem ruhigen Leben ist es vorbei, als in Helsinki ein Jugendlicher an verunreinigtem Heroin stirbt und weitere Tote folgen. Sowohl die finnische Polizei als auch frühere Auftraggeber setzen Kärppä unter Druck, seine Kontakte nach Russland spielen zu lassen. Wer ist der Kopf hinter der Bande, die das Superheroin nach Helsinki bringt? Dass zeitgleich mit der tödlichen Droge Kärppäs Bruder Aleksei aus St. Petersburg anreist, um sich in Helsinki niederzulassen, macht die Sache für Kärppä nicht einfacher
Matti Rönkäs Held und Ich-Erzähler Victor Kärppä - russischer Abstammung, in Helsinki lebend - ist ein Mann der "Grauzonen". Seine eigenen Geschäfte betreibt er im Randbereich, in dem das Legale ins Illegale übergeht. Was ihn nicht daran hindert, von Zeit zu Zeit auch als "Privatdetektiv" dem Recht des Schwächeren unter die Arme zu greifen. Und darum, und weil er überhaupt das Herz am rechten Fleck hat, mag man ihn, versichert die Rezensentin Katharina Granzin. Auch die "Lakonie", die er bei allerlei vollbrachten Heldentaten an den Tag legt, nehme sehr für ihn ein. Im in diesem Buch geschilderten Fall geht es um schmutziges Heroin mit Todesfolge. Ein allzeit betrunkener Kommissar bittet Kärppä um Hilfe, die dieser gewährt. Sein Bruder kommt ins Spiel, eine Flugabwehrrakete auch. Alles geht, wenn wir recht verstehen, irgendwie gut aus. Ohne viel Aufhebens: "Finnisches Understatement vom Feinsten" lobt die Rezensentin.
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