Matthias Wittekindt

Die Tankstelle von Courcelles

Kriminalroman
Cover: Die Tankstelle von Courcelles
Edition Nautilus, Hamburg 2018
ISBN 9783960540700
Kartoniert, 256 Seiten, 16,90 EUR

Klappentext

Matthias Wittekindts neuer Kriminalroman ist das Prequel zu seinen Fleurville-Krimis. Die Vogesen in den 1970er Jahren: grün, friedlich, ein wenig am Rand von allem. Hier wächst abgeschieden eine Gruppe von Kindern zu Jugendlichen heran, die mehr oder weniger subtile Rangkämpfe ausfechten. Als Lou, die nachts an der Tankstelle jobbt, Zeugin eines Verbrechens wird, ändert sich alles: ein erschossener Fahrer neben seinem Auto, ein verwaister Lieferwagen, aus dem Spender gerissene Papiertücher, als hätte jemand dort etwas gesucht - was ist passiert? Der junge, schlanke und vollkommen unerfahrene Ohayon versucht, hinter die Selbstdarstellungen der Jugendlichen zu schauen. War Lou wirklich nur Zeugin? Oder hat sie die Gunst der Stunde zu einer Tat genutzt, deren Folgen sie nicht absehen konnte? In seiner unnachahmlichen Erzählweise umkreist Wittekindt seine Figuren, rückt immer näher an sie heran, zeigt sie von allen Seiten. Ob Freund, Lehrer oder Ermittler - allmählich scheint niemand mehr ohne Schuld zu sein.

Rezensionsnotiz zu Die Welt, 20.03.2018

Elmar Krekeler hält es gut aus mit Matthias Wittekindts Krimi, auch wenn es um eine Tankstelle in den Vogesen geht, um Philosophie in den 70ern und pubertären Wahnsinn. Oder gerade. Auf den Existenzialismus nämlich blickt Krekeler immer neidisch herüber. Aber Wittekindts Ermittler ist eben auch saucool, beteuert Krekeler, und es wird geschossen. Ein ganzes Gesellschaftspanorama kommt dabei heraus, psychische Entwicklungsgeschichten, Zeitgeschichte. Können sich deutsche Philosophenfilme gern was von abschneiden, meint er.