Matthias Robold

Hundert Tage auf Stardawn oder Der Status des Menschen

Roman
Cover: Hundert Tage auf Stardawn oder Der Status des Menschen
Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1999
ISBN 9783518395165
Taschenbuch, 278 Seiten, 9,10 EUR

Klappentext

Im ausgehenden zweiten Jahrhundert einer neuen Zeitrechnung wird Seelentherapeut Anglius Corros nach Stardawn Station berufen, einer künstlichen Metropole im neuentdeckten Katanoises-System. Kurze Zeit später wird dort Nantal, ein bedeutender Physiker, in die Krankensektion eingeliefert. Tödlich erkrankt, kann ihn nur noch der Transfer seines Bewusstseins in einen neuen Körper retten. Doch dabei kommt es zu einem rätselhaften Zwischenfall: Nantal beginnt, sich seltsam zu verhalten. Scheinbar grundlos weiht er Angelius in ein geheimes Militärprojekt ein . Währenddessen taucht im selben Sonnensystem eine Rettungskapsel auf, die von einem seit Jahren verschollenen Raumschiff stammt. Sie wird zum Gegenstand einer Untersuchung, die das politische Gefüge der gesamten Galaxis bedroht. Wie die meisten Menschen erfährt Angelius davon nur aus den Medien. Und er ahnt nicht, dass die Ergebnisse, die die Gesellschaft in Atem halten, bald auch sein Schicksal bestimmen werden.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.08.2000

Susanne Kusicke wartet auch nach der Lektüre dieses Science-fiction-Romans noch auf ein "herausragendes Werk" dieser Gattung. Zwar lobt sie Robolds Raffinesse bei der Auslegung falscher Fährten, dem Spiel mit (enttäuschten) Erwartungen und der Einführung von "Nebensträngen". Wirklich spannend findet sie den Roman jedoch selten - zu selten. Außerdem missfällt ihr, dass Robold die Figuren zu häufig direkt sagen lässt, "was und wie der Leser zu verstehen hat", denn das möchte sie als Leserin doch lieber selbst entscheiden. Dass Robold sich mit diesem Science-fiction-Roman von den typisch amerikanischen Vertretern des Genres, in denen die Handlung deutlich über die Theorie dominiert, absetzt, scheint sie zwar prinzipiell zu begrüßen. Allerdings macht der Roman dadurch "nicht so viel Spaß", wie sie mit Bedauern feststellt.
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