Matthias Horx

Smart Capitalism

Das Ende der Ausbeutung
Cover: Smart Capitalism
Eichborn Verlag, Frankfurt 2001
ISBN 9783821816647
Gebunden, 202 Seiten, 22,50 EUR

Klappentext

Der Trend- und Zukunftsforscher Matthias Horx zeigt in seinem neuen Buch, dass im Übergang zu einer wissensbasierten Ökonomie DER GANZE MENSCH in den Mittelpunkt der Mehrwertschöpfung gerät. Der Wettbewerb um die kreativen Mitarbeiter humanisiert die Strukturen des Kapitalismus. Der "War for Talents", der Krieg um die Talente, führt mittelfristig zu Unternehmensstrategien, in denen nachhaltiger mit der "Ressource Mensch" umgegangen wird. Dieser neue, auf Teamwork, Innovation und Kooperation aufgebaute "Talentismus" macht unser Leben komplexer und anstrengender, aber auch selbstbestimmter. Er erfordert neue Sozialtechniken und neue politische Strukturen. Und: Es gibt Alternativen zu einer neuen Spaltung der Gesellschaft in Kreative und "Couch Potatoes"!

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 30.07.2001

Peter Felixberger zählt den Autor eindeutig zu jener Spezies von Autoren, die "unerschrocken in neue unbekannte und unerforschte Welten aufbrechen" und mit Globalisierungs- oder Kapitalismuskritik nichts am Hut haben. Dabei versprühe Horx etwas von der "Überheblichkeit des Allwissenden", der dem Leser zeigt, wie man den "Durchblick" bekommt. Trotzdem findet der Rezensent das Buch lesenswert, lobt Horx' Kenntnisreichtum und seine sprachliche Eleganz. Felixberger gefällt es, dass Horx sich nicht lange mit Internet-Pleiten, der Börse und E-Commerce aufhält, sondern sich dem Menschen zuwendet. Dabei plädiere der Autor für einen neuen Typ von Egoisten, die ihre Arbeitgeber nur als Durchlaufstation betrachten und bei ihrem Fortgang gleich den Kundenstamm mitnehmen. Gemütlichkeit ist verpönt, so Felixberger. Das klingt skrupellos, doch beruhigt nimmt der Rezensent zur Kenntnis, dass sich Horx im zweiten Teil des Buchs etwas mäßigt. Hier betone der Autor das "Miteinander, Vertrauen, Networking und gegenseitige Hilfe" - auch wenn dies nur eine Rolle spielt, wenn es letztlich einen selbst auf verschlungene Art weiterbringt. Anders als der Autor kann Felixberger in diesem Smart Capitalism nicht wirkliche ein "Formel zur Rettung der Welt" erkennen.
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