Deutschlands Frömmigekeit ist bunt geworden, vielfältig wie seine Landschaften, die flach sind und gebirgig, lieblich und schroff, einsames Schilf und gedrängtes Häusermeer. Matthias Drobinski und Claudia Keller sind durch die ganze Republik gereist: Vom Allgäu bis nach Berlin, von Wuppertal bis Dresden, von der Männerwallfahrt zum Yoga-Zentrum, von der evangelikalen Mega-Church in die größte deutsche Moschee, vom katholischen Priesterseminar zu den Herrnhuter Brüdern, von einer wachsenden jüdischen Gemeinde zu einer evangelischen in einem unwirtlichen Plattenbau, und an viele andere Orte.
Die postsäkulare Gesellschaft kommt, meint Philipp Gessler mit Jürgen Habermas, nachdem er das Buch der beiden Redakteure au den Glaubensressorts von SZ und Tagesspiegel, Matthias Dobrinski und Claudia Keller, gelesen hat. So wenig davon im Augenblick zu erkennen ist, den erfahrenen Journalisten gelingen starke Reportagen aus und präzise Analysen zu Deutschlands Glaubensrefugien, und nicht nur den christlichen, wie Gessler sich freut. Zu Gast bei Muslimen, Juden und Buddhisten, bei Esoterikern und Wahrsagern (und überzeugten Atheisten), geht ihm das Herz auf, so warm und fair sind die Autoren mit ihren Porträtierten.
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