Aus dem Amerikanischen von Alexandra Jordan. John Chu liebt seinen Job. Als Sherpa begleitet er zahlungskräftige Kunden in Online-Rollenspiele wie das populäre Call to Wizardry und zeigt ihnen die Kniffe des Games. Das Geschäft brummt, und John würde sich als glücklich bezeichnen, wären da nicht zwei klitzekleine Probleme: Zum einen hat seine Ex-Freundin nach einer unglücklich verlaufenen Trennung geschworen, seine berufliche und private Existenz zu vernichten. Zum anderen vermutet er, dass es sich bei seinem neuesten Kunden in Wirklichkeit um den nordkoreanischen Diktator Kim Jong-un handelt, der die virtuelle Welt studieren möchte, um sie für seine politischen Zwecke zu instrumentalisieren. John versucht, der wahren Identität des ominösen "Mr. Jones" auf die Spur zu kommen - und verstrickt sich in ein Komplott, das ihn den Kopf kosten könnte.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 08.12.2020
Rezensent Marten Hahn kann Matt Ruffs Gaming-Roman einiges abgewinnen. Ein Held aus der Computer-Branche mit einem geheimnisvollen wie folgenreichen Spezialauftrag, ein "elegant komponierter" Text, der in die Welt der Gamer einführt und ein Hauch Spionage-Thriller machen das Buch für Hahn spannend. Seinem Status als Kultautor wird Ruff damit gerecht, findet Hahn. Neulinge wie Kenner der Spiele-Welt nehmen der Autor und seine feinfühlig in die "Gaming-Lingo" einführende Übersetzerin Alexandra Jordan laut Hahn bei der Hand.
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