Matthes und Seitz, Berlin 2026
ISBN
9783751821155 Broschiert, 192 Seiten, 20,00
EUR
Klappentext
Warum sinkt das Bildungsniveau in Deutschland kontinuierlich? Die Antwort ist unbequem: Eine Gleichheitsideologie hat das System erfasst, die mehr schadet als nützt. Jeder soll alles erreichen können. Der ehemalige Kultusminister Mathias Brodkorb und der Erziehungswissenschaftler Klaus Zierer legen eine fundierte Streitschrift vor, die aufzeigt, wie die Verwechslung von Gleichheit und Gerechtigkeit zur Bildungsmisere geführt hat. Darin decken sie auf, wie die Politik das Bildungssystem systematisch überfordert - von Inklusion über Klimaschutz bis zur Digitalisierung soll die Schule alle gesellschaftlichen Probleme lösen. Gleichzeitig wird Bildungsgerechtigkeit mit Ergebnisgleichheit gleichgesetzt - ein fataler Fehler. Denn echte Gerechtigkeit bedeutet, jedem die bestmögliche Bildung zu ermöglichen, auch wenn dies zu unterschiedlichen Ergebnissen führt. Brodkorb und Zierer zielen auf die "blinden Flecken" der aktuellen Bildungspolitik: die Ignorierung natürlicher Begabungsunterschiede und die Unterschätzung sozialer Komplexität. Ihr Gegenentwurf: "Gerechte Ungleichheit" statt Gleichmacherei - nur so lässt sich die Bildungskrise überwinden.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.03.2026
Rezensent Uwe Ebbinghaus erkennt die Grundthese des Buches von Mathias Brodkorb und Klaus Zierer in der Vision eines von Gleichheitsansprüchen überforderten Bildungssystems. Dass die Autoren damit Gegenwind provozieren, ist ihnen selber klar, wie Ebbinghaus weiß. Dem Rezensenten erscheint die These außerdem spitzfindig. Ebbinghaus fragt: Wer genau bitte fordert dergleichen denn eigentlich von der Schule? Sein Vorschlag: Kritiker des deutschen Bildungssystems sollten miteinander ins Gespräch kommen.
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