Dieser Band ist die erste Bestandsaufnahme zum Thema "Heimatbuch", einer der populären Geschichtsschreibung zuzurechnenden Buchklasse. Sie ist zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden und hat, wie die Tausenden Publikationen im gesamten deutschen Sprachraum zeigen, ihre Vitalität bis in die Gegenwart beibehalten. Das Heimatbuch vereint seinem ganzheitlichen Anspruch folgend die Bereiche Geschichte, Landeskunde, Geographie, Volkskunde, Soziologie, Sprache und Literatur. Entsprechend kommen in diesem fächer- und grenzüberschreitend angelegten Sammelband Vertreter unterschiedlicher Disziplinen ebenso zu Wort wie ein "Laienforscher".
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.11.2011
Einen lesenswerten Sammelband nicht nur für professionelle Historiker hat Winfrid Halder anzuzeigen. Dem stiefmütterlich behandelten Heimatbuch erweisen die insgesamt 15 (offenbar durchaus akademisch geschulten) Autoren des Bandes laut Rezensent ihre Achtung, indem sie es aus der Schmuddelecke heraus und neben die konjunkturell vom akademischen Diskurs abhängige offizielle Geschichtsschreibung stellen. Und siehe da: Der Rezensent erfährt, wie das regional fokussierte, mit methodischen und theoretischen Defiziten behaftete Ortschronistentum trotz allem neue Perspektiven eröffnen kann. Ein Impuls für weitere Untersuchungen zu Heimatbüchern, so hofft er.
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