Niemand auf der Welt macht so viele Fehler wie sie. Davon ist die 14-jährige Michelle überzeugt, und seit das Wort "Hamburg" in ihrem Leben aufgetaucht ist, stimmt sowieso nichts mehr. Papa zieht aus, Michelle schreibt schlechte Noten in Französisch und wird von der schrecklichen Lydia Lamprecht terrorisiert. Besonders viele Fehler, genau fünfundachtzig nämlich, macht Michelle jedoch am 15. März. Dass hinter all dem Pech ihr persönlicher "Schutzengel-Sachbearbeiter" Schmidt vom Fehlerberechnungsamt steckt, ahnt Michelle natürlich nicht. Und schon gar nicht, dass Schmidt pubertierende Jugendliche hasst und deshalb alles versucht, um seinen neuen Fall wieder loszuwerden ...
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.12.2006
Man kann eine Menge falsch machen an einem einzigen Tag, das demonstriert, wider Willen, die Heldin dieses Romans, die 14jährige Michelle. Ihr Vater will nach Hamburg ziehen, eine unangenehme Person ist womöglich seine neue Freundin. So wird der 15. März zum Tag der Katastrophe, an dem Michelle nicht weniger als 85 Fehler macht. So stellt es jedenfalls der Sachbearbeiter Schmidt im "Fehlerberechnungsamt" fest, der freilich nichts unternimmt, Michelle zu helfen. Ganz im Gegenteil. Diesen Sachbearbeiter sowie das Amt hält die Rezensentin Anja Spreckelsen für eine originelle Idee, die außerdem auch noch funktioniert. Leichthändig stelle die Autorin so Fragen nach Zufall und Notwendigkeit, rutsche dabei aber niemals ab ins verkrampfte Problembuch. Eine nachdrückliche Empfehlung.
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