Aus dem Niederländischen von Meike Blatnik. Leon wächst als Findelkind in einer Pflegefamilie im Morvan auf, einer bitterarmen Gegend im Osten Frankreichs. Zum Glück ist da Méline, die ältere Tochter des Hauses, deren Wärme und Zuneigung alles erträglich macht. Als Méline stirbt, bricht Leons Welt zusammen. Er macht sich allein auf den Weg in die Hauptstadt und muss sich in den Gassen von Paris als Gelegenheitsarbeiter, Straßenhändler und Dieb durchschlagen. Und er beginnt nach seinen wahren Eltern zu suchen. Sein einziger Hinweis ist eine Karte, die er als Säugling in seiner Windel bei sich trug. Was hat das rätselhafte Symbol darauf zu bedeuten?
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 28.08.2012
Sehr gelungen findet Verena Hoenig den Jugendroman um ein Findelkind im Frankreich des 18. Jahrhunderts, das erfährt, dass Jean-Jacques Rousseau sein Vater ist. Kathleen Vereecken versteht es, plastisch die Atmosphäre der Zeit zu evozieren und die Geschichte ihres jungen Protagonisten mitreißend zu gestalten, preist die Rezensentin. Insbesondere die Schilderungen vom Paris des 18. Jahrhunderts lobt Hoenig als außerordentlich packend, und deshalb wundert es sie nicht, dass die flämische Autorin für ihren Roman den belgischen Literaturpreis "Boekenleeuw" erhalten hat. Und die Übersetzung ins Deutsche durch Meike Blatnik ist ihr noch ein Extralob wert.
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