Mit einem Porträt der Autorin von Laure Wyss. Martha Farner erzählt genau und liebevoll, wie es damals im Schwyz ihrer Kindheit und Jugend war. In schlichter und präziser Sprache berichtet sie über das werktägliche Leben zu Anfang des Jahrhunderts: Waschtage, Fahrende, die Grabbeterin, den Zahnarzt, der auch ein Schmuckhändler ist, die Fastenzeit, Bergbäuerinnen und anderes mehr.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 07.11.2000
1986 sind die Lebenserinnerungen von Martha Farner zum ersten Mal erschienen, weiß Beatrice Eichmann-Leutenegger, nun liegen diese "ethnografischen Skizzen", die den einstigen Schwyzer Dorfalltag dokumentieren, in einer um Fotografien ergänzten Neuauflage vor. Bei der erneuten Lektüre erging es der Rezensentin so, dass sie ihr Augenmerk mehr als zuvor auf die Historiografie des Alltags richtete: Farner schildere einen ganz und gar der Vergangenheit angehörenden Dorfalltag. Da gebe es die Wasch- und Bügeltage auf dem Hof, die zum Dorfbäcker getragenen Brote und Kuchen, die Grabbeterin, die ein Ritual des Totengedenkens verkörpert, das heute nicht mehr existiert. Natürlich sind diese Erinnerungen von persönlichen Begebenheiten durchwirkt, so Eichmann-Leutenegger, die an Farners Sprache "die dialektale Fügung und Musik" bewundert, die ihren Bericht zum Klingen und in wunderbaren Wortschöpfungen auch zum erklärten Ausdruck gebracht werden.
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