Markus Orths

Die Tarnkappe

Roman
Cover: Die Tarnkappe
Schöffling und Co. Verlag, Frankfurt am Main 2011
ISBN 9783895614712
Gebunden, 223 Seiten, 19,95 EUR

Klappentext

Unsichtbar sein. Sehen können, ohne selber gesehen zu werden. Dinge tun, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen: Jeder hat sich das schon einmal gewünscht. Simon Bloch, Mitte vierzig, erhält eine solche Chance. Seinen Lebenstraum - Filmkomponist zu werden - hat er längst beerdigt und sich eingenistet in alltäglicher Routine. Da gelangt er vollkommen unerwartet in den Besitz einer seltsamen Kappe. Als er sie aufsetzt, verschwindet er vor seinen eigenen Augen und spürt "ein Knistern, etwas, was tief in ihm geschah und zugleich auf der Oberfläche, ganz so, als kehre sich alles Verborgene nach außen und alles Äußere nach innen". Blochs Leben gerät aus den Fugen. Zunächst versetzen ihn die neuen Möglichkeiten in einen Rausch. Doch bald werden seine Fragen dringlicher: Wer hat ihm die Tarnkappe zugespielt? Wie funktioniert sie überhaupt? Und: Was macht sie mit ihm?

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.05.2011

Dem verkappten Bösen begegnet Martin Halter in diesem Thriller metaphysischer Art von Markus Orths. Das bekannte Motiv der Tarnkappe, vom Autor, wie Halter erklärt, nur geringfügig modifiziert zum zwischen Macht und Freiheit einerseits und Zwang andererseits changierenden Accessoire, taugt offenbar noch immer gut zur Verstörung des Lesers. Obgleich Halter um die Gefahren des fantastischen Genres weiß, wenn das Groteske den Büroalltag kafkaesk unterwandert - hier gelingt's. Eine spannende und dicht gemachte Revision des Unsichtbarkeitstopos, die Halter gefällt, um das Gruseln zu lernen.
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